Switzerland

Drittes Training in Bahrain: Reifenkrieg – und Max will Lewis ärgern!

Der Brite kann mit bisher 264 Rennen bis zum Ende der Corona-Saison noch zwei runde Zahlen erreichen: Die 100. Pole seit der ersten am 9. Juni 2007 in Montreal – und zum 50. Mal in Serie in den WM-Punkten!

Hamilton flippt fast aus

Das dritte Training sah alle Fahrer mit dem roten Soft-Gummi unterwegs. Nach dem aufgezwungenen Pirelli-Test am Freitag mit je zwei Sätzen der 2021-Reifen kam es zum Eklat.

Praktisch jeder Pilot war entsetzt. Und Hamilton sagte: «Ich muss jetzt mit meiner Meinung sehr vorsichtig sein. Ende 2019 haben sie – wie normalerweise jedes Jahr – neu Reifen gebracht, die schlechter waren. Deshalb haben wir 2020 die alten Reifen behalten. Sie hatten nun also zwei Jahre Zeit gehabt, bessere Reifen zu entwickeln. Und sie kommen mit Reifen an, die drei Kilo schwerer und eine runde Sekunde langsamer sind! Das ist besorgniserregend.» Wie die geänderte Form der Vorderreifen.

Pirelli wehrt sich

Hamilton weiter: «Wir arbeiten mit Marken und Partnern zusammen, die bei der Technologie an vorderster Front kämpfen, um nach vorne zu kommen. Aber Pirelli macht nach zwei Jahren ein Schritt nach hinten!»

Päng. Beim Italo-Reifensolisten aus Mailand (seit 2011) kam die Kritik natürlich nicht gut an. Chef Mario Isola, soeben von einer Corona-Infektion genesen: «Man muss eben das Auto und das Set-up auf den neuen Reifen abstimmen. Wir haben unseren Job gemacht. Wir haben einen Gummi entwickelt, der mechanischer widerstandsfähiger ist. Unser Auftrag war, die Reifen nicht so zu konstruieren, damit die Autos noch schneller werden! Sonst kommen wir zu einem Punkt, wo wir für die Sicherheit nicht mehr garantieren können! Wir werden nicht noch einmal mit den alten Reifen fahren!»

Mateschitz entscheidet

Nach dem Horror-Crash von Alex Albon (24) am Freitag und der langen Nachtschicht bei Red Bull steht der Thai jetzt noch mehr in der Kritik. Und bei den Bullen hätte man wohl schon lange gehandelt, wenn das Red Bull-Imperium nicht zu 51 Prozent der Yoovidhya-Familie in Bangkok gehört.

Der Steirer Didi Mateschitz (76), reichster Österreicher, hält 49 Prozent. Er ist für den ganzen Sport-Apparat verantwortlich und hat jetzt mit seinem Berater Helmut Marko die Qual der Wahl: Daumen nach oben oder nach unten. Pérez und Hülkenberg stehen Gewehr bei Fuss.

Bestzeit für Max – 4. Albon

Im letzten Training holte sich der WM-Dritte Max Verstappen (23) im Red Bull-Honda die Bestzeit vor dem Mercedes-Duo Hamilton und Bottas. Mit 0,663 Sekunden Rückstand wurde Bullen-Teamkollege Albon. Immerhin Vierter. Mehr kann das Team eigentlich nicht erwarten.

Allerdings glaubt Marko, dass der zweite Mann neben Max nicht mehr als 0,3 Sekunden verlieren sollte. Da muss der Bullen-Sportdirektor aber lange suchen…

Wundertüte Alfa-Sauber

Prognosen für das Hinwiler Team sind auch vor dem 501. Formel-Einsatz seit 1993 schwierig. Vor zwei Wochen brachte Alfa-Sauber beide Autos ins Top-Ten Final, um dann im Rennen abzustürzen.

Jetzt steigen Giovinazzi und Räikkönen als 14. und 19. in die Qualifikation. Was kommt wohl diesmal aus der Wundertüte? Auch Ferrari enttäuschte: 13. Vettel, 15. Leclerc. So kommt man vom katastrophalen 6. WM-Rang kaum nach vorne!

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