Switzerland

Er soll dem Bund Dampf machen: Daniel Markwalder wird erster «Mister Digitalisierung»

«Mister Cyberdelegierter« oder «Mister Digitalisierung» - im Vorfeld des erwarteten Personalgeschäfts wurde die neu geschaffene Stelle in den Medien verschiedentlich umschrieben. Fakt ist: Markwalder wird ab dem 1. Januar 2021 das Kompetenzzentrum des Bundes für Fragen der Digitalisierung leiten. Dieses ist bei der Bundeskanzlei angesiedelt. Deren Chef Walter Thurnherr hat das Weisungsrecht.

Mit der Neuorganisation will der Bundesrat die Geschäftsprozesse innerhalb der Bundesverwaltung besser integrieren, Daten besser nutzen und Informatikanwendungen und Technologien möglichst wirtschaftlich und effizient einsetzen, wie er in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Die DTI-Stelle dürfe Vorgaben erlassen, eigene Projekte im Rahmen der Digitalisierung initiieren oder Vorhaben von Departementen und Ämtern unterstützen.

Team mit 65 Mitarbeitenden

Ziel sei eine departementsübergreifende Sicht auf die Vorhaben, Mittel und Verwaltungsleistungen der digitalen Transformation und der IKT in der Bundesverwaltung, schreibt der Bundesrat. Der Bereich DTI fungiere zugleich als Stabsstelle des neuen Bundesratsausschusses «Digitalisierung und IKT» und arbeite eng mit der Generalsekretärenkonferenz (GSK) zusammen.

Markwalder und sein Team mit rund 65 Mitarbeitenden werde insbesondere die zentralen Aufgaben des heutigen Informatiksteuerungsorgans des Bundes (ISB) übernehmen, welches aufgelöst wird. Die entsprechenden Mitarbeitenden würden übernommen; ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Verstärkt werde der neue Bereich durch Teile der Geschäftsstelle «Digitale Schweiz» aus dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und die bisherige Fachstelle Gever Bund aus der Bundeskanzlei. Der Bundesrat betont, dass die Departemente und Ämter weiterhin die wichtigsten Akteure der Digitalisierung in ihrem jeweiligen thematischen Zuständigkeitsbereich blieben.

Jahrelanger IT-Profi

Markwalder ist aktuell stellvertretender Generalsekretär im Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Er ist verantwortlich für den Bereich Ressourcen des Departements; davor war er Leiter Informatik des WBF.

Der studierte Jurist und Informatikingenieur ist seit 2008 in der Bundesverwaltung tätig. Beispielsweise verantwortete er beim Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) die kryptografischen Aspekte im Projekt «Schweizerpass». (SDA)

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