Switzerland

Final des DFB-Cups: Robert Lewandowski führt die Bayern zum Double-Sieg

Die Münchner sichern sich nach der Meisterschale auch den Sieg im DFB-Cup. Im Final in Berlin gewinnt der FC Bayern gegen Bayer Leverkusen 4:2 – Robert Lewandowski erzielt zwei Tore.

Torschützen unter sich: der Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (links) erzielt im DFB-Cup-Final zwei Tore, der Flügelspieler Serge Gnabry trifft ebenfalls.

Torschützen unter sich: der Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (links) erzielt im DFB-Cup-Final zwei Tore, der Flügelspieler Serge Gnabry trifft ebenfalls.

Alexander Hassenstein / EPA

Was hätte das für eine zweite Halbzeit werden können im DFB-Cup-Final zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen, wenn Lukas Hradecky nicht in der 59. Minute dieser verhängnisvolle Fehler unterlaufen wäre. Robert Lewandowski zielte aus mehr als 20 Metern aufs Tor, der Kick war nicht sonderlich placiert, doch der Goalie liess ihn zum 3:0 durch die Hände ins Tor gleiten. Das war zu viel für Leverkusen, und genug für die Bayern, um sich in dieser Saison nach der Meisterschaft auch noch den Cup und somit das Double zu sichern.

4:2 gewannen sie am Ende. Robert Lewandowski erzielte auch das letzte Tor der Bayern. Es war mehr eine Erlösung als ein angemessener Schlusspunkt, denn das Ergebnis wirkt souveräner, als der Auftritt der Bayern in der zweiten Hälfte tatsächlich war. Denn Leverkusen war nach dem 0:3 nicht gewillt, das Spiel verloren zu geben. Sven Bender traf per Kopf und leitete die beste Phase der Leverkusener ein. Da waren sie dem Anschlusstreffer nahe, da spielten sie jenen Fussball, den sie in ihren guten Momenten zu spielen vermögen, da brachten sie den Favoriten in arge Bedrängnis. Immer wieder konnten sich die Aussenläufer Leverkusens in Szene setzten, Leon Bailey und Moussa Diaby stellten die Bayern-Aussenverteidiger Benjamin Pavard und Alphonso Davies vor grosse Probleme. Kerem Demirbay, der für Julian Baumgartlinger in die Partie gekommen war, verlieh dem Spiel der Leverkusener jenen Rhythmus, der ihnen zuvor gefehlt hatte. Das Team erspielte sich einige Chancen, und wäre es ein wenig kaltschnäuziger gewesen, dann wäre der Favorit ins Wanken gekommen.

Dass es am Ende für die Bayern genügte, lag vor allem an einer exquisiten ersten Halbzeit. Da gelang ihnen durch einen Freistosstor von David Alaba die Führung, und nach einem magistralen Pass von Joshua Kimmich schloss der Aussenstürmer Serge Gnabry mit geradezu chirurgischer Präzision ab. Im Angriff waren die Bayern äusserst variabel; Kimmich und Leon Goretzka beherrschten das Mittelfeld.

Kai Havertz, den die Bayern gern unter Vertrag nehmen würden, doch dessen Ablösesumme selbst die Möglichkeiten dieses Klubs im Jahr der Covid-19-Pandemie übertrifft, kam in der ersten Halbzeit kaum zum Zuge. Erst nach einer Stunde war zu erkennen, über welches Format Havertz in guten Augenblicken verfügt. Sein Penalty zum 2:4 gegen Manuel Neuer kann als Muster für einen perfekten Strafstoss gelten. Nur waren zu diesem Zeitpunkt bereits 94 Minute gespielt.

Tore: 16. Alaba 0:1. 24. Gnabry 0:2. 59. Lewandowski 0:3. 64. Bender 1:3. 89. Lewandowski 1:4. 94. Havertz (Handspenalty) 2:4.

Football news:

Alaba über Müller: Froh, dass die Bayern so einen Spieler haben
Jordi Cruyff hat Donadoni an der Spitze des chinesischen Shenzhen abgelöst
Thiago über 8:2 gegen Barça: Bayern hat noch nichts gewonnen
Die Zukunft von Bartomeu in Barcelona wird der Vorstand nächste Woche besprechen
ZSKA Moskau ist bereit, 7 Millionen Euro für Verteidiger Fuchs anzubieten. International will 10 Millionen^.ZSKA Moskau will Innenverteidiger Bruno Fuchs, für den auch Monaco und Lille qualifiziert sind, erwerben
Goretzka über 8:2 gegen Barça: Das ist nur der erste von drei Schritten
Matteus über die Niederlage von Barça: es tut Weh zu sehen, was mit der Mannschaft passiert ist, die uns so viele Jahre inspiriert hat