Die Segelreise von Greta Thunberg von Plymouth nach New York verursacht mehr Klimaemissionen, als ihr lieb ist. Etwa fünf Mitarbeiter würden die Yacht nach Europa zurücksegeln, sagt Andreas Kling, Pressesprecher von Thunbergs Skipper Boris Herrmann, am Donnerstag zur deutschen Tageszeitung taz.  

«Natürlich fliegen die da rüber, geht ja gar nicht anders», sagt Kling zur taz. Und Skipper Herrmann werde für die Rückreise das Flugzeug nehmen. Thunberg ist mit ihrem Vater Svante und den Seglern Herrmann und Pierre Casiraghi sowie einem Filmemacher nach New York unterwegs.  

Der Segeltörn löse demnach mindestens sechs Flugreisen über den Atlantik aus, folgert die taz. Wäre Thunberg gemeinsam mit ihrem Vater geflogen, wären nur zwei nötig gewesen, um nach New York zu kommen.

Unklar bleibt bei der Rechnung, wie Casiraghi zurückreist, sprich ob er einer der fünf Mitarbeiter sein wird. Zudem ist noch unklar, wie Thunberg selbst nach Europa zurückkehrt, wie die Nachrichtenagentur sda am Donnerstag berichtet hat. So oder so scheint die Rechnung, mit dem Segeltörn das Klima zu schonen, nicht aufzugehen. 

Thunberg vermeidet Flugreisen, weil dabei viele klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt werden. Mit an Bord sind die Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi sowie ihr Vater Svante und ein Filmemacher.

Die junge Aktivistin will in New York unter anderem am Uno-Klimagipfel im September sowie an der alljährlichen Weltklimakonferenz in Chile im Dezember teilnehmen.

Thunberg setzt sich dafür ein, den weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen rapide zu senken, damit der Anstieg der globalen Erdtemperatur im Idealfall noch auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann. Bis heute hat sich die Temperatur bereits um rund ein Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöht. (pz/sda)