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Switzerland

Ideenwettbewerb für Innovation: Darbellay digitalisiert den Schweizer Bergsport

Zum dritten Mal hat die Standortinitiative Digitalswitzerland Wetten zu ambitionierten Digital-Projekten mit Teams aus Wirtschaft und Wissenschaft abgeschlossen. Die Jury hat mit alten Wetten abgerechnet und überraschende Sieger gekürt.

Wettschulden sind Ehrenschulden, auch bei einem Wett-Wettbewerb. Die dritte «Innovation Challenge» der Standortinitiative Digitalswitzerland ist genau so ein Wettbewerb. Der Anlass verbindet Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und animiert sie, gemeinsam grosse Herausforderungen anzugehen.

Das Ganze geschieht in Form einer Wette. Denn bei der «Innovation Challenge» stellen Teams Wetten auf, und versuchen diese in einem Jahr in die Realität umzusetzen. Diese Wettprojekte sind zwar teilweise sehr technisch – aber allesamt spannend und inspirierend.

Überraschende Gewinner der Wette von 2018

Am Anlass vom Montagabend wurde aus den erfolgreichen Wetten vom letzten Jahr der Gewinner gekürt. Oder besser gesagt, die Gewinner. Denn die Jury hat gleich zwei Wetten ausgezeichnet. Eine Wette erhielt die Trophäe und die andere das Preisgeld. Beide Gewinner waren glücklich über ihre Hälfte des Preises.

Zum einen ist da der Erfolg von CVP-Politiker Christophe Darbellay (48), ganz abseits der politischen Piste. Er hat gewettet, dass sein Projekt die Sicherheit in der Bergwelt erhöht. Sein Team hat daraufhin mit Fördergeldern vom Kanton Wallis ein digitales Zertifikat für Skilehrer und Bergführer entwickelt.

Das System minimiert den Papierkram für die Instruktoren und die Behörden. Die Kunden können sich aber in Echtzeit über die Ausbildung und die Versicherung ihres Instruktors informieren. Schon 1800 Bergexperten haben sich registriert. Ab diesem Herbst soll die Software dann für alle Kantone in der ganzen Schweiz verfügbar sein. Das Team um Darbellay hat die Trophäe mit ins Wallis genommen.

Weltpremiere vor versammeltem Publikum

Zum anderen hat die Jury die Wette des Roten Kreuzes ausgezeichnet. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz hat das Hilfswerk ein Computerprogramm entwickelt, das Personen auf Bildern identifizieren kann. Dieses hilft Familien nach einer Katastrophe, wie einem bewaffneten Konflikt, vermisste Angehörige zu finden und Familien wieder zusammenzubringen. Die Jury wollte, dass das Projekt weiter besteht. Darum gaben sie dem Roten Kreuz das Preisgeld von 10'000 Franken.

Weiter konnte die Veranstaltung von Digitalswitzerland mit einer Weltpremiere glänzen: Die Swisscom-Tochter Daura hat letztes Jahr gewettet, Aktien bequem mit dem Smartphone überweisen zu können – dank Blockchain-Technologie ganz ohne Banken oder Vermittler. Vor versammeltem Publikum verkaufte ein Testverkäufer innert weniger Sekunden eine Aktie an einen Testkäufer – inklusive Update des Aktienregisters beim Herausgeber.

Alte und neue Wetten abgeschlossen

Auch die SBB waren mit von der Partie, obwohl ihre Wette aus dem Jahr 2017 stammt. Die Bundesbahn hatte gewettet, den Bahnhof durch digitale Technologie cleverer und persönlicher zu machen. Nach einem Jahr waren die SBB aber noch nicht so weit und doppelten nach.

Mittlerweile haben die SBB über 30 kleinere und grössere Projekte als Teil des Innovationswettbewerbs umgesetzt – vorerst alles am Hauptbahnhof Zürich. Die erfolgreichsten Ideen sollen ihren Weg so bald als möglich auch zu anderen Bahnhöfen in der Schweiz finden.

Elf neue Wetten für 2019

Aber nicht nur die Wette der SBB fährt mit Volldampf voraus. Denn auch fürs 2019 haben Teams wieder spannende Wetten präsentiert. Gleich elf an der Zahl. Ganz vorne mit dabei sind digitale Plattformen. Von Inilab, der Plattform für Volksinitiativen, über ein nationales Verzeichnis aller Kitas in der Schweiz bis zum Leistungsvergleich für KMUs – jede Nische erhält seine eigene Plattform.

Den Publikumspreis hat in diesem Jahr aber eine Bildungswette gewonnen: Das Projekt Powerhouses wettet, es kann Flüchtlinge zu IT-Profis machen. Welche dieser Projekte gewinnt, findet man dann an der vierten Ausgabe des Wettbewerbs heraus.

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