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In Dijon verhaftet Frankreichs Spezialeinheit sechs Personen nach Unruhen

In Dijon verhaftet Frankreichs Spezialeinheit sechs Personen nach Unruhen

Die französische Elite-Polizeieinheit «RAID» hat nach vier Nächten Unruhen durch Bandengewalt in der Stadt Dijon sechs Tschetschenen festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Nachdem sich die Gewalt zwischen rivalisierenden Banden in der französischen Stadt Dijon weiter ausgebreitet hat, ist die französische Elite-Polizeieinheit «RAID» eingeschritten und hat sechs Tschetschenen verhaftet. Das teilten die Staatsanwaltschaft und eine Quelle der Polizei am Donnerstag gemäss «Reuters» und französischen Medien mit. In mehreren Städten gab es Durchsuchungen.

Der Staatsanwalt von Dijon, Eric Mathias, formulierte die Anschuldigung wie folgt: die Tschetschenen hätten in den sozialen Medien landesweit zu Vergeltungsmassnahmen gegen die Maghreb-Gemeinde in Gresilles aufgerufen, nachdem sie diese für den Angriff auf einen tschetschenischen Teenager verantwortlich gemacht hatten.

Hintergrund der Unruhen

Hintergrund der Verhaftungen sind die am Freitag ausgebrochenen Strassenschlachten in Djion, bei welchen über 100 tschetschenische Jugendliche aus ganz Frankreich in den Vorort in Gresilles kamen, um den Angriff auf einen tschetschenischen Teenager zu rächen.

Die Zusammenstösse sind der Polizei zufolge einem Konflikt zwischen Mitgliedern einer tschetschenischen Gruppe und Bewohnern aus Grésilles' mit nordafrikanischen Wurzeln geschuldet.

Die Einsatzkräfte hätten teilweise bis zu 100 Menschen gegenüber gestanden, die «mit Schlagstöcken, Sturmgewehren und Kriegswaffen» ausgerüstet gewesen seien, sagte Stéphane Ragonneau, regionale Vorsitzende der Gewerkschaft der Nationalpolizei Alliance PN gegenüber der Nachrichtenplattform Franceinfo.

Auch wenn im Stadtteil Grésilles in Dijon grösstenteils Ruhe eingekehrt ist, wächst die Kritik an den zuständigen Behörden: Die für Dijon beispiellosen Vorfälle lösten landesweit Kritik und Empörung aus. Die Polizei verstärkte ihre Kräfte erheblich. Rechte Oppositionspolitiker und Einwohner von Dijon werfen der Regierung vor, nicht schnell genug eingegriffen zu haben. Zeugen der Zusammenstösse beklagen sich über eine zu passive Reaktion der Polizei, einige Stimmen fordern gar den Rücktritt des Polizeipräsidenten.

(adi)

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