Switzerland

Medienplatz Bern: «Bund» und «Berner Zeitung» müssen enger zusammenarbeiten

Die beiden Tageszeitungen sollen redaktionell kooperieren. Das will ihre Besitzerin, der Zürcher Tamedia-Verlag. Die Gewerkschaften sprechen vom Ende des sogenannten «Berner Modells».

Heute arbeiten «Bund» und «Berner Zeitung» als getrennte Redaktionen im gleichen Haus am Dammweg in Bern. Jetzt rücken sie auch inhaltlich zusammen.

Heute arbeiten «Bund» und «Berner Zeitung» als getrennte Redaktionen im gleichen Haus am Dammweg in Bern. Jetzt rücken sie auch inhaltlich zusammen.

Foto: Danielle Liniger

Das Projekt zur inhaltlichen Zusammenarbeit von «Bund» und «BZ» startet im April. Dies teilte Tamedia am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Verlag strebe an, beide Zeitungstitel zu erhalten und sie auch weiterhin unterschiedlich zu positionieren.

«Der Bund» solle eher städtisch ausgerichtet sein, die «Berner Zeitung» eher ländlich. Der Grund für das Projekt sei struktureller Natur: Der Werbeumsatz bei den gedruckten Zeitungen sinke kontinuierlich. Auch der Umsatz mit Abos gehe zurück.

Im August dieses Jahres gab das Unternehmen TX Group, zu dem Tamedia gehört, einen Verlust von 106 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2020 bekannt. Die TX Group kündigte damals an, mehrere Dutzend journalistische Stellen abzubauen.

Gewerkschaften sehen Berner Modell in Gefahr

Das Online-Magazin «Republik» schrieb am Donnerstag, Tamedia lege die Redaktionen von «Bund» und «Berner Zeitung» zusammen. Das sahen auch die Mediengewerkschaft Syndicom und der Journalisten-Berufsverband Impressum so, wie sie in einer Mitteilung schrieben.

Unter dem Titel «Das Ende des Berner Modells?" schreiben sie, bisher habe das sogenannte Berner Zeitungsmodell mit zwei Titeln aus derselben Stadt eine gewisse Meinungsvielfalt in der Region garantiert. Zwei sich konkurrenzierende Tageszeitungen hätten mit ihren Berichten für thematische Breite und Haltungen gesorgt. «Damit könnte nun Schluss sein.»

Markus Dütschler, Co-Präsident der gemeinsamen Personalkommission von «Bund» und «Berner Zeitung», sprach auf Anfrage von einer überraschenden Ankündigung der Tamedia-Verantwortlichen und einem Schock für die Redaktorinnen und Redaktoren.

Man könne von einem Ende des Berner Modells sprechen in dem Sinn, dass bisher oft beide Zeitungen von ein und demselben Anlass berichtet hätten. Dies zum Beispiel bei Theaterpremieren und von Parlamentsdebatten. Die Tamedia-Verlagsleitung habe anlässlich einer Personalinformation vom Dienstag klar gesagt, dass es dafür künftig keine Kapazität mehr gebe.

Auf die Frage, ob die beiden Redaktionen zusammengelegt würden, hiess es bei Tamedia respektive der TX Group, dazu werde kein weiterer Kommentar abgegeben.

SDA

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