Switzerland

Missglückter Saisonauftakt: Eine schallende Ohrfeige für die ZSC Lions

So hatte sich der meist genannte Meisterschaftsfavorit den ersten Ernstkampf nach der Coronapause nicht vorgestellt. In Lugano unterlag das Team von Rikard Grönborg 0:4.

Man merkte den Spielern beider Mannschaften nicht an, dass sie sehr lange keinen Wettkampf mehr bestritten hatten. Genau 215 Tage waren es gewesen bei den Spielern, die schon letzte Saison in der National League gespielt hatten. Sieben Sekunden dauerte es nur bis zum ersten Check von Luganos Neuverpflichtung Mikkel Boedker, noch vor Ablauf der ersten Minute hatten Denis Hollenstein und Dominik Diem die ersten beiden Abschlüsse für die Lions.

Neun Testspiele hatten die ZSC Lions bestritten, alle neun gewannen sie. Mehrheitlich souverän. Und dieses Selbstvertrauen schienen sie anfänglich auch in der Corner Arena auszuspielen, rasch betrug das Schussverhältnis 4:1 zugunsten der Gäste. Doch rasch kam auch die Erkenntnis, dass sie sich für die Vorsaison-Erfolge nichts kaufen können.

Lugano erspielte sich fortan ein deutliches Chancenplus und kam durch Dario Bürgler und Daniel Carr zu zwei Treffern. Beide Male glänzten Spieler als Vorbereiter, die sonst eher als Vollstrecker auftreten: Luca Fazzini und Alessio Bertaggia. Der Vorsprung für die Südtessiner in der ersten Pause war leistungsgerecht, davon zeugte auch das Schussverhältnis von 18:8. In der «Curva Nord», die mit ihren Sitzplätzen im neuen Setting besonders gewöhnungsbedürftig wirkte, standen die auch mit Maske lautstarken Fans kurz auf.

Nach der ersten Pause spielte das Team von Rikard Grönborg engagierter, druckvoller und kam zu einer ersten Mini-Druckphase und Möglichkeiten von Diem, Raphael Prassl und Marco Pedretti, der ein Masszuspiel von Garrett Roe am offenen Tor vorbei setzte. Die Strafe folgte rasch: Kurz vor Spielmitte erhöhte Fazzini mit einem seiner gefürchteten Handgelenkschüsse auf 3:0. Speziell die beiden ersten Lugano-Offensivreihen stellten den Zürcher Defensivverbund mit hohem Tempo und technischen Fähigkeiten vor grosse Probleme.

Die Lions gestalteten das Geschehen nun zwar ausgeglichen und hatten weitere gute Chancen, um mit dem ersten Saisontreffer vielleicht noch eine Aufholjagd zu lancieren, Chris Baltisberger (zweimal) und Axel Simic brachten aber die Scheibe nicht am Ex-Zürcher Niklas Schlegel vorbei. Zudem fehlte es an gedanklicher und körperlicher Schnelligkeit, die Fehlerquote war in allen Zonen zu hoch. So resultierte die dritte Auswärtsniederlage im Südtessin in Serie, der letzte Erfolg datiert vom 11. Januar 2019.

Besser machen können es die Lions schon heute Freitag: Fribourg-Gottéron gastiert um 19.45 Uhr im Hallenstadion.

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