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Nimmermüder Pettersson beschert dem ZSC den Sieg im Klassiker

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Immer und immer wieder schoss der ZSC-Schwede Pettersson aufs Davoser Tor. Doch der Puck wollte einfach nicht an Aeschlimann vorbei. Es schien ein typischer Abend zu werden für den Flügel, der sich mit dem Toreschiessen in dieser Saison plötzlich so schwer tut. Doch dann kam der Puck in der Overtime nochmals zu ihm, es war ein perfekt getimter Pass Roes, und diesmal traf Pettersson mit seinem bekannten Direktschuss ins Lattenkreuz zum 5:4. Damit war die spektakuläre Vorstellung im mit 11 200 Zuschauer ausverkauften Hallen­stadion vorbei.

Für Pettersson war das Tor eine Befreiung, denn inzwischen muss er um seinen Platz im Team kämpfen. Nachdem er zweimal hatte ­zuschauen müssen, wurde er nun zum zweiten Mal nacheinander dem NHL-erprobten Krüger vorgezogen. Und er rechtfertigte die Nominierung nicht nur mit seinem Siegestor, sondern auch mit seinem grossen Einsatz. Er flitzte stets übers Eis, blieb nie stehen. Ausser im Powerplay halb links vor dem Tor, seinem Büro gewissermassen.

Roe glänzt als Passgeber

Die ZSC Lions bogen die temporeiche Partie gegen den HCD im Finish mit zwei Überzahltoren noch um. In der 56. Minute hatte Chris Baltisberger, auch er auf Pass Roes, auf 4:4 ausgeglichen. Und dass die Zürcher in der Overtime ebenfalls Powerplay spielen durften, hatten sie ihrem übermotivierten Ex-Stürmer Herzog zu verdanken, der zuvor ohne Not in Goalie Ortio hineingefahren war.

«Jetzt gilt es nur noch, hinten einige Dinge zu ­korrigieren.»ZSC-Trainer Grönborg

Die Davoser verloren damit auch im vierten Anlauf gegen ihren Rivalen aus dem Unterland. Die ZSC Lions sind das einzige Team, das sie in dieser Saison noch nicht geschlagen haben. Doch die Davoser rücken näher. Zuerst verloren sie 3:6 und 0:5, nun haben sie zweimal einen Punkt geholt – 3:4 und 4:5 in Overtime. «Bei 5 gegen 5 war das unser bestes Spiel gegen den ZSC», resümierte Sportchef Raeto Raffainer. «Aber wir bekommen drei Tore in Unterzahl. Dann wird es natürlich schwierig.»

Der Engadiner, der die Bündner mit Erfolg umgekrempelt hat, hat eine Erklärung, wieso sich der HCD gegen den ZSC so schwertut: «Wir stellen unser Spiel gegen die Zürcher nicht um, stellen uns nicht hinten rein, sondern spielen auch gegen sie unser Tempospiel. Und das behagt den ZSC Lions.» Die Folge war ein spektakuläres Duell mit vielen Torszenen, Fehlern und Treffern.

Coach Rikard Grönborg lässt sich von den vielen Gegentoren nicht beunruhigen. (Bild: Keystone)

Die ZSC Lions liessen auf das 9:6 gegen Servette erneut ein torreiches Spiel folgen. Kann das einem schwedischen Trainer wie Rikard Grönborg gefallen? Er schmunzelte und sagte: «Ich nehme jeden Sieg. Und mich freut es, dass die Mannschaft auf meine Aufforderung, in der Offensive besser zu arbeiten, mit so vielen Toren ­geantwortet hat. Jetzt gilt es nur noch, hinten einige Dinge zu ­korrigieren.»

Auch der HCD darf einige positive Dinge mit ins Landwassertal nehmen. Die Bündner machten physisch einen äusserst stabilen Eindruck und liessen sich durch einen 1:3-Rückstand nicht beeindrucken. Im Finish stellen sie sich einfach etwas ungeschickt an. Doch vielleicht bekommen sie in dieser Saison ja nochmals eine Chance, es besser zu machen. Das wäre dann im Playoff.

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