Switzerland

Schweizer Botschafterin wurde bei Explosion in Beirut leicht verletzt – wer ist unsere Frau im Libanon?

Die Bilder zeigen verwüstete Räume: Auch die Schweizer Botschaft wurde bei der Explosion am Dienstag in der Hauptstadt des Libanon erschüttert. Dabei wurden die Botschafterin Monika Schmutz Kirgöz sowie ein lokaler Mitarbeiter leicht verletzt. Gemäss einer Mitteilung des Aussendepartements hat sich die Botschafterin für Abklärungen ins Spital begeben, konnte aber ihre Arbeit am Mittwoch bereits wieder aufnehmen. Die Botschaft bleibt bis auf Weiteres geschlossen, es herrscht Krisenmodus.

Die Schweizer Botschaft in Beirut nach der Explosion.

Es ist eine weitere Herausforderung, die sich in das bereits umfassende Dossier der Botschafterin einreiht: Flüchtlingskrise, Proteste, Wirtschaftskrise, Armut und Hunger, strenge Massnahmen wegen des Coronavirus – das Land kommt seit Monaten nicht zur Ruhe. Auch nicht Schmutz Kirgöz: Jüngst wurde vor ihrer Botschaft protestiert und gefordert, das Geld der korrupten Elite auf Schweizer Bankkonten zu blockieren und der libanesischen Bevölkerung zurückzugegeben.

Krisenerprobt in der Türkei und in Israel

Die gebürtige Baslerin, die 1996 in den diplomatischen Corps eintrat, ist allerdings krisenerprobt. Mit Stationen in Israel und in der Türkei ist sich die Diplomatin das Arbeiten in Ländern, die immer wieder im Brennpunkt regionaler Spannungen stehen, gewohnt. Genau diese Erfahrung und Fachkenntnis der Gegend wird ihr von Kollegen hoch angerechnet. Auch sonst ist Schmutz Kirgöz beliebt: Sie sei eine entschlossene, offene und freundliche Persönlichkeit mit sicherem Auftreten, die Probleme direkt angehe, heisst es aus Diplomatenkreisen.

Im Libanon, wo sie seit drei Jahren die Schweizer Mission leitet, sind ihre Aufgaben facettenreich: humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Migration, Politik, Kultur – überall ist die 51-jährige Schweizerin engagiert. Ihr Arbeitstag dauert oftmals 16 Stunden. Dieser Einsatz wird in Bundesbern geschätzt: 2018 stattete der damalige Bundespräsident Alain Berset der Botschaft einen Besuch ab. Die beiden Länder haben sehr enge Beziehungen, vor dem Krieg wurde der Libanon auch «die Schweiz des Nahen Ostens» genannt. Aktuell leben 1500 Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Land.

Untypische Botschafterin, die «Klartext sprechen kann»

Schmutz Kirgöz ist aber auch sehr umgänglich. «Sie ist eine eher untypische Botschafterin, weil sie Klartext sprechen kann», sagt der Zürcher Nationalrat Fabian Molina. Der SP-Politiker, der sich im Parlament gegen libanesische Potentatengelder auf Schweizer Bankkonten einsetzt, hat die Botschaft in Beirut vergangenen Oktober besucht. Er habe Schmutz Kirgöz als kompetente Botschafterin erlebt.

«Zudem ist sie eine der wenigen Frauen in dieser männergeprägten Szene, und weiss sich durchzusetzen.» Rund ein Fünftel der Schweizer Botschaften werden von Frauen geführt. Schmutz Kirgöz ist ein Beweis dafür, dass Frauen Karriere und Familie vereinen können: Sie ist Mutter von zwei Söhnen und lebt mit dem jüngsten Sohn und ihrem Ehemann in der Botschaftsresidenz.

Heftige Explosion in Beirut: Zahl der Todesopfer steigt auf 100

Am Dienstagabend kam es zu einer verheerenden Explosion in Beirut, in der Hauptstadt von Lebanon. Dabei sind mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. 4'000 wurden verletzt. Laut ersten Erkenntnissen sei die Katastrophe auf eine Detonation grosser Menge Ammoniumnitrat zurückzuführen.

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