Switzerland

Schweizer Cup: Die Young Boys ringen den FC Luzern 2:1 nieder

Der Meister besiegt die Luzerner erst in der Verlängerung, wenige Minuten vor Schluss. Im Halbfinal trifft YB am Sonntag auf den FC Sion.

Die späte Entscheidung gegen erschöpfte Luzerner: Gianluca Gaudino (links) trifft zum 2:1 für YB.

Bezeichnend für die Leistung des FC Luzern ist der Spurt von Pascal Schürpf nach knapp einer Stunde: Nach einem schnellen Zuspiel sprintet er gegen den YB-Verteidiger Mohamed Camara, in seinem Blick ist der Wille zu sehen, ein unbändiger Wille, diesen Ball noch zu erreichen. Durch seine Beine geht ein Ruck, sie beschleunigen, Schürpf behauptet den Ball für sich, kommt zum Abschluss. Der YB-Goalie David von Ballmoos verhindert mit einer Glanzparade das Tor, es ist eine der letzten Paraden, die er am Donnerstag zeigen muss.

Denn der FCL hat einen grossen Nachteil, der sich ebenfalls an Schürpf aufzeigen lässt. Schürpf rennt, er hilft hinten, er versucht vorne. Doch von Minute zu Minute werden die Beine schwerer, ein hoffnungsvoller Blick zur Ersatzbank mobilisiert aber keine letzten Kräfte.

Denn der FCL-Trainer Fabio Celestini hat auf der Ersatzbank vor allem Nachwuchsspieler, 17- bis 19-jährig; bei den Luzernern sind mehr Spieler verletzt, als auf der Ersatzbank Platz nehmen dürfen. Der älteste Feldspieler auf der Bank, der 24-jährige Blessing Eleke, wird für den Verteidiger Otar Kakabadze eingewechselt, der 20-jährige Lino Lang muss für den verletzten Innenverteidiger Stefan Knezevic ran – als gelernter Mittelfeldspieler.

Und trotzdem fällt der FC Luzern lange nicht in diesem Abnützungskampf. Er wankt, je länger das Spiel geht, desto heftiger, aber er bleibt stehen. Er schafft das, weil Offensivspieler wie Schürpf hinten Bälle erobern, weil Simon Grether im Mittelfeld, umgeben von gelb-schwarzen Spielern, kein Dribbling scheut. «Ich hab meine Mitspieler angeschaut – wir waren alle am Limit», sagt Schürpf nach dem Spiel. Weil Marius Müller im Tor alles andere als angeschlagen ist, bleibt Luzern bis zur 116. Minute im Spiel.

Am Ende ist es Gianluca Gaudino, der mit einem Volleyschuss Müller und somit auch den FCL bezwingt. Gaudino ist bei YB einer von sechs eingewechselten Spielern, die Luzerner wechselten in 120 Minuten nur dreimal. Sie verdienen sich nach diesem Spiel die Ferien, doch würden sie wohl lieber am Sonntag gegen den FC Sion im Cup-Halbfinal antreten. Der Meister YB wird das nun tun und hat somit weiterhin die Möglichkeit, das Double zu gewinnen.

1000 Zuschauer. – Schiedsrichter: Jaccottet. – Tore:
Luzern: Müller; Sidler, Schulz, Knezevic (82. Mistrafovic), Bürki; Kakabadse (76. Eleke), Grether, Voca, Matos (89. Lang); Margiotta, Schürpf.
Young Boys: Von Ballmoos; Janko (91. Garcia), Camara, Lustenberger (46. Zesiger), Lefort; Fassnacht (87. Gaudino), Martins (66. Sierro), Aebischer, Sulejmani (66. Spielmann); Moumi Ngamaleu (82. Mambimbi), Nsame.
Bemerkungen: Luzern ohne Lucas, Ndenge, Ndiaye, Schwegler, Males, Emini, Burch, Binous und Marleku (alle verletzt). Young Boys ohne Elia, Hoarau, Lauper und Petignat (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Janko (Foul), 12. Aebischer (beide Foul).

Cup-Viertelfinals: Lausanne - Basel 2:3 n. V. Winterthur - Bavois 4:0. Rapperswil-Jona - Sitten 1:2. Luzern - YB 1:2 n. V.
Halbfinals. Sonntag, 9. August, 16.00 Uhr: YB - Sitten. – Dienstag, 25. August (Anspielzeit offen): Basel - Winterthur.
Final (Anspielzeit offen): Sonntag, 30. August, in Bern (Wankdorf).

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