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Tropensturm «Isaias» fegt über die amerikanische Ostküste

In den USA hat der Tropensturm «Isaias» North Carolina und Virginia erreicht. Einwohner kämpfen mit Wind, Regen und Überschwemmungen. Mindestens drei Personen kamen ums Leben

Passanten in New York trotzen dem Regen und dem Sturm.

Passanten in New York trotzen dem Regen und dem Sturm.

Jason Szenes / EPA

(sda/dpa)

Der Tropensturm «Isaias» ist über die amerikanischen Gliedstaaten North Carolina und Virginia hinweggefegt und hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) die Metropole New York erreicht. An der Atlantikküste sorgte er dabei für starke Regenfälle und vereinzelte Überschwemmungen, sowie Millionen von Stromausfällen. Mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben.

Nachdem «Isaias» am Montagabend (Ortszeit) als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde bei der Küstenstadt Ocean Isle Beach auf Land gestossen war, verlor er über Land an Kraft und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft. Das teilte das Nationale Hurrikanzentrum der amerikanischen Klimabehörde NOAA mit. Besonders betroffen waren zunächst Küstenbewohner an der Grenze zwischen den Bundesstaaten North und South Carolina. Dort sei es stellenweise zu Stromausfällen und Überschwemmungen gekommen, berichteten amerikanische Medien. Am Dienstagnachmittag meldete die Daten-Seite PowerOutage.us, dass rund drei Millionen Kunden in einem halben Dutzend Staaten zumindest kurzfristig ohne Strom gewesen seien.

Bereits am Montagabend setzte auch in der Hauptstadt Washington heftiger Regen ein, bevor der Sturm am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu einer Mischung aus Regen und Sonnenschein über den Bundesstaat New York hinwegzog. Im New Yorker Stadtteil Queens wurde ein Mann in seinem Auto von einem umstürzenden Baum getötet, wie der Fernsehsender NBC berichtete.

Noch keine Evakuierungen

Der Nationale Wetterdienst hatte zuvor die stärksten Winde seit Hurrikan Sandy 2012 für möglich gehalten. Evakuierungen oder Notstandsverordnungen wurden zunächst nicht ausgerufen. Restaurants und Bars in der Millionenmetropole waren angehalten, Tische, Stühle und weitere Möbel des wegen der Corona-Krise nach draussen verlegten Angebots einzuholen. Alle Strände der Stadt waren am Dienstag geschlossen.

«Isaias» brachte auch Bedingungen für die Entwicklung von Tornados mit sich. Bei einem der oft verheerenden Luftwirbel starben in einer Wohnwagensiedlung im US-Bundesstaat North Carolina mindestens zwei Menschen. Ausserdem seien dabei in der Kleinstadt Windsor in der Nacht zum Dienstag einige Menschen verletzt worden, hatte der Gouverneur des Bundesstaates, Roy Cooper, in der TV-Sendung «Good Morning America» am Morgen bestätigt. Die Aufräumarbeiten auf dem Platz für Dauercamper dauerten noch an, insgesamt sei der Sturmschaden in der Region aber geringer als befürchtet.

Aufruf zur Vorsicht

Auch in anderen Teilen der amerikanischen Ostküste warnten Behörden vor Tornados durch den Sturm. In der Region New York galt zunächst bis zum Nachmittag die Beobachtungsstufe «Tornado Watch». Diese Bezeichnung gilt oft für grössere Landstriche und ruft zu Vorsicht und Vorbereitung auf, anders als die lokaleren und dringenderen «Tornado Warnings», die zum dringenden Aufsuchen von Schutzräumen raten.

«Isaias» war am Samstag als Hurrikan über Teile der Bahamas hinweggezogen, hatte sich auf dem Weg in Richtung der Ostküste Floridas aber wieder zu einem Tropensturm abgeschwächt. Der Sturm war in Florida nicht auf Land getroffen und wurde später wieder zu einem Hurrikan hochgestuft.

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