Switzerland

Virologin Isabella Eckerle fordert: «Die Schweiz braucht einen Lockdown»

Am Montagmittag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die neuesten Corona-Zahlen veröffentlicht. 17'440 Ansteckungen. 259 Spitaleinweisungen. 37 Todesfälle.

Weil das BAG die Zahlen vom Wochenende gesammelt präsentiert, wirken sie noch bedrohlicher, als sie sowieso schon sind. Verglichen mit Ende der vergangenen Woche ist der Wert tatsächlich auf hohem Niveau stabil.

Für Isabella Eckerle reicht das aber, um jetzt vehement ein drastisches Durchgreifen der Behörden zu fordern. Die Virologin von der Uni Genf reagiert auf die Corona-Statistiken am Montag via Twitter und schreibt dazu: «Die Schweiz braucht einen Lockdown und zwar so bald wie möglich. Es gibt keinen anderen Weg.»

«Sonst kommen wir nicht ohne immensen Schaden durch den Winter»

Weiter warnt Eckerle: «Wenn die Politik jetzt nicht sofort reagiert, werden wir nicht durch diesen Winter kommen ohne eine grosse Zahl an Todesopfern und einem immensen wirtschaftlichen Schaden.»

Während in der Schweiz und den umliegenden Ländern die zweite Corona-Welle stetig zunimmt, bleibt der Bundesrat noch untätig. Letzte Woche vertröstete die Regierung auf den kommenden Mittwoch. Erst dann werden wohl härtere Massnahmen verkündet.

Lockdown: Grosse Erfolge in Israel

Ob dann ein Lockdown beschlossen wird, wie ihn Eckerle fordert, ist noch unklar. Am Montagvormittag sagte Bundesrat Alain Berset vor den Medien aber deutlich: «Wir sind ein Hauptinfektionspunkt in Europa.» Und: «Wir müssen nun die Kontrolle wiedergewinnen.»

Dass der Lockdown als wirksame Massnahme gegen die steigenden Infektionszahlen helfen kann, zeigt ein Blick nach Israel. Vor allen anderen hatte das Land sich zu dem heftigen Eingriff durchgerungen.

Mit Erfolg: In nur vier Wochen war die Zahl der Ansteckungen von 9000 Fällen pro Tag auf zuletzt knapp 900 gesunken. Vor rund einer Woche beschloss die Regierung schliesslich wieder erste Lockerungen. Durchgestanden ist aber auch dort die Pandemie noch lange nicht. (cat)

Die Herrin der Viren

Keystone

Isabella Eckerle arbeitet an der Uni Genf.

Isabella Eckerle (40) leitet seit 2018 die Abteilung Infektionskrankheiten an den Universitätskliniken in Genf. Zuvor arbeitete sie mehrere Jahre mit dem deutschen Virologen-Star Christian Drosten (48) zusammen. In der Corona-Pandemie untersucht die Deutsche die Rolle der Kinder. Auf sie geht die Entdeckung zurück, dass Kinder genauso ansteckend sind wie Erwachsene.

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