Switzerland

Von Aarau nach Angkor - Wie ein Verein aus Aarau gegen die Plastik-Verschmutzung in Kambodscha vorge

Als Pueng That Anfang 2017 seine in Kambodscha lebende Verwandtschaft besuchte, fiel dem ETH Umweltingenieur sofort der überall herumliegende Plastik-Abfall auf. Auf seiner letzten Reise vor über zehn Jahren war dies noch nicht so stark ausgeprägt. Die massive Zunahme des Einwegplastik-Konsums im letzten Jahrzehnt führte zusammen mit vielerorts fehlenden, geeigneten Entsorgungsmöglichkeiten dazu, dass dieses nicht verrottbare Plastik die schöne Natur verschmutzt. Nach seiner Rückkehr entschloss sich Pueng That, etwas dagegen zu tun und gründete in Aarau zusammen mit Freunden den Verein PLAWARE.

Nach einer längeren Vorbereitungszeit wurden der Verein und dessen Strategie einem interessierten Publikum im Kultur und Kongresshaus Aarau am 14. September 2020 öffentlich vorgestellt.

Plastikentsorgung in der Schweiz

In der Schweiz wird nicht rezyklierbares Plastik in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) thermisch verwertet, d.h. verbrannt. Da Plastik zu einem grossen Teil aus Rohöl besteht, hat es auch einen entsprechenden Brennwert und hilft, den feuchten Hauskehricht besser zu verbrennen. Der Bau einer KVA mit den notwendigen Abgasbehandlungsanlagen kostet selbst für eine kleine Region ein paar hundert Millionen Franken – exklusive Betriebs- und Unterhaltkosten. Das ist denn mit auch der Hauptgrund, weshalb solche Anlagen in Kambodscha und anderen Entwicklungsländern fehlen.

 Pyrolyse als Ansatz für Kambodscha

Ursprünglich verfolgte Pueng That denselben Ansatz der Verbrennung und der umweltgerechten Nachbehandlung des Abgases basierend auf dem Prinzip der KVA. Bei seinen Nachforschungen stiess er auf den Prozess der Pyrolyse. Anders als beim Verbrennungsprozess wird in der Pyrolyse das Plastik chemisch zersetzt, d.h. in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt. Somit kann auch z.B. aus Einwegplastik zu einem grossen Teil wieder Rohöl zurückgewonnen und der ursprüngliche Energiegehalt weitergenutzt werden.

Umsetzung vor Ort 

Es reicht jedoch nicht aus, einfach eine Anlage zu installieren; man muss auch die Dorfbevölkerung vermehrt und mit geeigneten Mitteln auf die Abfall-Problematik hinweisen und sensibilisieren. Zudem sollen nach Schweizer Vorbild Recyclingstellen geschaffen und lokales Fachpersonal ausgebildet werden. Aus diesem Grund arbeitet PLAWARE mit lokalen Organisationen zusammen.

 Das PLAWARE Pilotprojekt «A Khmer Waste Story» besteht demnach aus einem «Community Programm» und einem technischen Teil. PLAWARE ist davon überzeugt, dass gerade diese Kombination den Zweck des Vereins nachhaltig erfüllen kann: die Reduktion der Plastikverschmutzung zu Land und im Wasser.

Für den technischen Teil soll zusammen mit einem Entwicklungspartner aus der Schweiz ein Prototyp entwickelt und in ausgewählten Regionen um und in Siem Reap, Kambodscha, gebaut und in Betrieb genommen werden. Die mobilen Anlagen werden im Rahmen einer wirtschaftlichen Partnerschaft durch eine Privatfirma finanziert.

Ziele

Räumlich liegen fast 10'000 km Luftlinie zwischen Aarau und Siem Reap. Trotz dieser Distanz liegen die gemeinsamen Ziele nicht so weit auseinander. Eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts hätte positive Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt. Auch ökonomisch könnte damit die betreffende Region aufgewertet werden, sei es durch die Attraktivitätssteigerung für den Tourismus oder auch durch die Schaffung des neuen Berufes des ‘Plastik Verarbeiters’.

Verein PLAWARE

PLAWARE ist ein Verein mit Sitz in Aarau. Der Name setzt sich aus den beiden englischen Begriffen ‘plastic’ und ‘awareness’ zusammen, was auf Deutsch ‘Plastik Bewusstsein’ bedeutet. Der Verein PLAWARE hat zum Zweck, die Plastikverschmutzung zu Land und im Wasser zu reduzieren.

Mit dem Pilotprojekt «A Khmer Waste Story» soll die Strategie von PLAWARE in Kambodscha getestet werden. Zu den Zielen gehören:

  1. Eine mögliche Lösung für das bestehende Plastik-Abfallproblem schaffen, durch Schulung und Sensibilisierung auf die durch Plastikabfall verursachten Umweltprobleme.
  2. Nicht-rezyklierbares Plastik mit Hilfe eines durch CH-Partnern entwickelten Pyrolyseofen-Prototypen zurück in Rohöl verwandeln. Damit soll lokal der potentiell neue Beruf des ‘Plastik-Verarbeiters’ geschaffen werden.
  3. Reintegration des rückgewonnenen Öls in den Markt, z.B. als Ausgangsmaterial für neue Kunststoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft oder aber als Energie für die Verbrennung (z.B. Diesel).

Crowdfunding für die Organisation in Kambodscha

Um das Projektziel in Kambodscha zu erreichen, hat PLAWARE ein Crowdfunding ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, den Betrag von CHF 20'000 zusammen zu bringen, um damit die Planung und Umsetzung des Community Programms in den vier Pilotgemeinden in Kambodscha durch die lokale Partnerorganisation zu finanzieren. Weitere Informationen zur aktuellen Kampagne finden Sie auf www.plaware.org/.

Von Aarau nach Angkor

Der Verein selbst finanziert sich durch die Mitgliederbeiträge. Es ist daher ein Anliegen, auch eine möglichst breite Mitgliederbasis zu schaffen. An der Veranstaltung «Von Aarau nach Angkor» im KUK Aarau lautete denn auch Pueng Thats Fazit : «Wollen wir von Angkor aus unsere Plastik Abfallmanagement Strategie ausweiten, so wollen wir zeitgleich von Aarau aus jene Basis schaffen, die das Ganze finanziell mitträgt.»

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