Switzerland

WEF-Gründer Klaus Schwab warnt in neuem Buch: Tatenlosigkeit macht die Welt niederträchtiger

Kaum sechs Monate nach Ausbruch der Pandemie befindet sich die Welt in einer völlig neuen Lage. Innerhalb dieses kurzen Zeitrahmens hat Covid-19 sowohl bedeutsame Veränderungen herbeigeführt als auch die Bruchlinien vergrössert, die unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften bereits seit langem belasten.

Zunehmende soziale Ungleichheiten, ein weit verbreitetes Gefühl der Ungerechtigkeit, sich vertiefende geopolitische Gräben, politische Polarisierung, wachsende Haushaltsdefizite und eine hohe Verschuldung, eine ineffektive oder nicht vorhandene globale Ordnungspolitik, exzessiver Finanzmarkt-Kapitalismus, Umweltzerstörung: Das sind nur einige der grössten Herausforderungen, die bereits vor der Pandemie bestanden.

Exklusiver Vorabdruck

WEF-Gründer Klaus Schwab (82) am diesjährigen Jahrestreffen in Davos.

Das gibt es nur für BLICK-Leser: Der exklusive Vorabdruck der Handlungsanweisungen von WEF-Gründer Klaus Schwab und seinem Co-Autor Thierry Malleret aus dem Schlusskapitel von «Covid-19: Der grosse Umbruch».

Die Corona-Krise hat sie alle noch verschärft. Könnte das Covid-19-Debakel der Blitz vor dem Donner sein? Könnte sie die Kraft haben, eine Reihe tiefgreifender Veränderungen einzuleiten?

Es braucht den grossen Umbruch jetzt

Wir können nicht wissen, wie die Welt in zehn Monaten aussehen wird, geschweige denn in zehn Jahren, aber was wir wissen, ist, dass die Welt von morgen zutiefst erschüttert sein wird, wenn wir nichts tun, um die Welt von heute neu zu gestalten.

Wir müssen unverzüglich den grossen Umbruch in Gang setzen. Dies ist kein «netter Versuch», sondern eine absolute Notwendigkeit. Wenn es uns nicht gelingt, die tief verwurzelten Missstände in unseren Gesellschaften und Wirtschaftssystemen anzugehen und zu beheben, könnte das Risiko zunehmen, dass wie so häufig in der Geschichte letztlich ein Umbruch durch gewaltsame Erschütterungen wie Kriege oder gar Revolutionen erzwungen wird.

Es ist unsere Pflicht, den Stier bei den Hörnern zu packen. Die Pandemie bietet uns diese Chance: Sie stellt ein seltenes, aber enges Zeitfenster zum Umdenken, Neuerfinden und Neustarten unserer Welt dar.

Tür zu einer besseren Zukunft?

Die tiefe Krise, in die uns die Pandemie gestürzt hat, hat uns reichlich Gelegenheit gegeben, darüber nachzudenken, wie unsere Wirtschaftssysteme und Gesellschaften funktionieren und was dabei auf der Strecke bleibt. Das Urteil scheint klar zu sein: Wir müssen uns ändern, wir sollten uns ändern!

Aber können wir das? Werden wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Wird die Pandemie die Tür zu einer besseren Zukunft öffnen? Wird es uns gelingen, unser globales Heim in Ordnung zu bringen? Oder einfacher ausgedrückt: Werden wir den grossen Umbruch in Gang setzen?

Leser-Angebot: 50 Gratis-Exemplare oder Gratis-Download

ZVG

«Covid-19: Der grosse Umbruch» von Klaus Schwab und Thierry Malleret erscheint heute in der deutschsprachigen Fassung (ISBN 978-2-940631-19-3). Als gedrucktes Taschenbuch oder E-Book erhältlich auf Amazon.de.

Exklusives Angebot für BLICK-Leserinnen und -Leser! Die ersten 50, die ein E-Mail an adminnr@ringier.ch schicken, erhalten eine Gratis-Ausgabe (Betreff: Corona-Buch, Name und Postadressse nicht vergessen). Auf Blick.ch finden Sie zudem einen Link, mit dem das Sachbuch von heute Dienstag bis Donnerstag exklusiv zum Gratis-Download bereitsteht. (Wichtig: Auf die «Kindle»-Ausgabe klicken.)

Ein Neustart ist eine ehrgeizige Aufgabe, vielleicht zu ehrgeizig, aber wir haben keine andere Wahl, als unser Bestes zu geben, um diese Aufgabe zu bewältigen. Es geht darum, die Welt weniger gespalten, weniger verschmutzend, weniger zerstörerisch, integrativer, gerechter und fairer zu machen, als wir sie in der Zeit vor der Pandemie hinter uns gelassen haben.

Es braucht noch viel Arbeit

Nichts oder zu wenig zu tun, bedeutet, mit offenen Augen auf immer mehr soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Ungleichgewichte, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung zuzusteuern. Nicht zu handeln würde bedeuten, zuzulassen, dass unsere Welt niederträchtiger, gespaltener, gefährlicher, egoistischer und für grosse Teile der Weltbevölkerung einfach unerträglich wird. Nichts zu tun ist keine gangbare Option.

Dennoch ist der grosse Umbruch noch lange keine beschlossene Sache. Manche sehen möglicherweise die Notwendigkeit eines solchen Handelns nicht ein, aus Angst vor der Grösse der Aufgabe und in der Hoffnung, dass das Gefühl der Dringlichkeit nachlässt und die Situation bald wieder «normal» wird.

Die Begründung für Passivität lautet häufig: Wir haben ähnliche Schocks − Pandemien, harte Rezessionen, geopolitische Brüche und soziale Spannungen − schon früher erlebt und werden sie auch dieses Mal überstehen. Wie immer werden sich die Gesellschaften und auch unsere Wirtschaftssysteme wieder erholen. Das Leben geht weiter! Die rationale Erklärung für das Nichteinläuten des Umbruchs basiert auch auf der Überzeugung, dass der Zustand der Welt gar nicht so schlecht ist und wir nur ein paar kleine Dinge am Rande reparieren müssen, um sie besser zu machen.

Trügerische Kennzahlen

Es stimmt natürlich, dass der Zustand der Welt heute im Durchschnitt deutlich besser ist als in der Vergangenheit. Wir müssen anerkennen, dass es uns als Menschen noch nie so gut ging. Fast alle Kennzahlen, die die «kollektive Wohlfahrt» messen (wie die Zahl der Menschen, die in Armut leben oder in Kriegen sterben, das Pro-Kopf-BIP, die Lebenserwartung oder die Alphabetisierungsrate und sogar die Zahl der durch Pandemien verursachten Todesfälle), haben sich in den vergangenen Jahrhunderten kontinuierlich verbessert, und in den letzten Jahrzehnten sogar ganz beeindruckend.

Aber sie haben sich «im Durchschnitt» verbessert − eine statistische Realität, die für diejenigen, die sich ausgeschlossen fühlen (und es so oft auch tatsächlich sind), völlig bedeutungslos ist. Daher ist die Überzeugung, dass die heutige Welt besser ist als je zuvor, zwar richtig, kann jedoch nicht als Entschuldigung dafür herangezogen werden, sich bequem im Status quo auszuruhen und die vielen weiterhin bestehenden Missstände in der Welt nicht zu beheben.

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