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Weil sie am Samstag nicht rennen will: Marathonläuferin verzichtet wegen Religion auf Olympia

Die israelische Marathonläuferin Beatie Deutsch hat sich die Olympischen Spiele in Tokio als grosses Ziel gesetzt. Dass die Sommerspiele wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden mussten, kommt ihr dabei nicht zu Gute. Schafft sie die Qualifikation, muss sie dennoch auf eine Teilnahme verzichten. Der Grund: ihre Religion.

«Als ich mir das Ziel gesetzt habe, Israel in Tokio zu vertreten, sollte der Marathon noch an einem Sonntag stattfinden. Nun haben sie alle Langdistanz-Veranstaltungen im Freien nach Sapporo verlegt und verdichteten alles auf vier Tage. Der Frauenmarathon findet somit am Sabbat statt», sagt sie gegenüber «The Telegraph».

Als orthodoxe Jüdin ist für Deutsch der Samstag ein Ruhetag. Dann darf sie weder arbeiten noch Sport betreiben. Deshalb sagt die fünffache Mutter: «Wenn alles so bleibt, starte ich nicht.»

Antrag für Verschiebung

Da sie ihren Traum aber nicht so schnell aufgeben möchte, habe sie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einen Antrag gestellt, den Frauenmarathon auf den Freitag zu verschieben. Dies scheint das IOC aber grundsätzlich abzulehnen.

Deutsch enttäuscht die fehlende Rücksichtnahme. «Ich glaube nicht, dass sich die Welt für mich verbiegen muss, weil ich meine religiösen Werte habe, aber die Olympischen Spiele sollen ein verbindendes Ereignis für Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund sein», rechtfertigt sie sich und fügt an: «In einer Zeit, in der jeder versucht, Geschlecht, Rasse etc. mehr zu akzeptieren, habe ich das Gefühl, sollten sie toleranter sein.»

Aussergewöhnliche Sportbekleidung

Dass für Deutsch die Religion ein sehr wichtiger Bestandteil in ihrem Leben ist, zeigt sich auch auf der Marathon-Strecke. Die Israelin ist immer mit einer Kopfbedeckung und einem langen Rock unterwegs.

Sie gibt zu, dass es nicht das bequemste Outfit sei, um die 42,2 Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Deutsch: «Die Kleidung macht es schwerer für mich. Vor allem bei grosser Hitze ist es sehr unbequem.» Dass sie sich dadurch von ihren Konkurrentinnen abhebt, ist ihr bewusst. «Es hab auch schon Leute, die sich über die Art und Weise wie ich mich kleide gewundert haben. Aber als ich ihnen meine Gründe erklärte, haben sie es grösstenteils verstanden.»

Und trotz untypischer Sportbekleidung ist Deutsch unheimlich schnell. In diesem Jahr gewann sie nicht nur den Tiberias Marathon in einer persönlichen Bestzeit von 2 Stunden und 32 Minuten, sondern war auch beim Halb-Marathon in Miami die Schnellste. (jk)

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