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Wie man mit dem iPhone besser schweigen kann

Apple hat Software-Funktionen vorgestellt, die die Telekommunikation erleichtern. Gleichzeitig hat die Firma auch Werkzeugen entwickelt, mit denen man die Telekommunikation einschränken kann.

Apple-Chef Tim Cook hält die Eröffnungsrede an der jährlichen Entwicklerkonferenz des kalifornischen Technologiekonzerns im Silicon Valley. (Bild: Elijah Nouvelage / Reuters)

Am Montag hat Apple-CEO Tim Cook im kalifornischen San Jose die jährliche Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) eröffnet. Anstatt ein blaues Hemd wie in früheren Jahren trug er jetzt ein langärmeliges schwarzes T-Shirt. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis er – wie weiland Steve Jobs – sich im schwarzen Rollkragenpulli präsentiert.

Am Montag ging es auf der Bühne des San Jose Convention Center nur um Software: Alle vier Betriebssysteme von Apple – iOS, Mac-OS, TV-OS, Watch-OS – werden bald in verbesserten Versionen zu haben sein. Die Verbesserungen betreffen Details. Das iPhone-Betriebssystem soll mit der Versionsnummer 12 schneller werden, die Apple Watch (5.0) kann bald auch Webseiten darstellen, die Basis-Software des Macintosh – Mojave genannt – ist nun in der Lage, den Schreibtischhintergrund in Abhängigkeit der Tageszeit zu verändern.

«We love the Mac», sagte Tim Cook. Das hatte er vor einem Jahr auch schon gesagt. Bis heute wartet man aber vergeblich auf Hardware-Ankündigungen, die diese Behauptung glaubwürdig erscheinen lassen. Wird das iOS auf Macintosh-Computern bald das Mac-OS verdrängen? Darüber wurde schon oft spekuliert. Craig Federighi, der Software-Chef von Apple, erteilte diesen Spekulationen eine klare Absage. Die Dualität von Mac-OS und iOS werde weitergeführt. Im nächsten Jahr soll es aber möglich sein, Apps, die für das iOS entwickelt wurden, mit nur sehr geringen Anpassungen auch auf dem Mac laufen zu lassen.

Apple hat viele kleine Verbesserungen vorgestellt, die die Telekommunikation erleichtern sollen. Zum Beispiel gibt es jetzt personalisierbare Emojis («Memojis») oder Videokonferenzen, an denen sich bis zu 32 Personen beteiligen können (Group Facetime).

Gleichzeitig – und das war einer der der interessantesten Momente in der rund zweistündigen Keynote – hat Apple auch Werkzeuge entwickelt, mit denen man die Telekommunikation einschränken kann. Das iPhone lässt sich einfacher in einen Schlafmodus versetzen, in dem Mitteilungen unterdrückt werden, man kann Apps, die einen mit vielen Mitteilungen nerven, leichter zum Schweigen bringen und man erhält eine detaillierte Bilanz über die Art und Weise, wie man das iPhone genutzt hat. Man sieht dann etwa, wie viel Zeit man auf Social-Media-Kanälen vertrödelt hat, und man kann sich selber Limiten setzen. Wenn die erreicht sind, lässt sich die betreffende App nicht mehr öffnen. Eltern erhalten weitreichende Möglichkeiten, um den Smartphone-Gebrauch ihrer Kinder zu kontrollieren.

Seit dem Tod von Steve werden die «Stevenotes» immer länger, doch sie enthalten immer weniger Informationen, von denen Notiz zu nehmen lohnenswert ist. Der Mitbegründer von Apple, Steve Jobs, lebt nicht mehr, doch seine sehr eigene Art, in Bluejeans und Turnschuhen auf einer Bühne hin- und herzugehen und Entwickler, Kunden und Geschäftspartner auf die Zukunft einzustimmen, wurde bei Apple für alle Zeiten konserviert. Seine Nachfolger haben die Äusserlichkeiten dieser «Keynote Speeches» getreu übernommen, aber es ist schon eine Weile her, dass sie echte Innovationen anzukündigen hatten.

Vor einem Jahr hat Apple mit dem HomePod ein interessantes, sprachgesteuertes Lautsprechersystem vorgestellt. Doch es ist bis heute nur in ausgewählten Märkten lieferbar. Ob und wann es auch in die Schweiz kommt, ist nach wie vor nicht bekannt. Vielbeachtet wurde vor einem Jahr anlässlich der WWCD17 der Aufbruch in die Welt des Machine Learning (ML). Dieser Teilbereich der KI ist derzeit eines der heissesten Themen in der Software-Branche. Doch jetzt scheint die Aufbruchsstimmung verflogen, die diesbezüglichen Ankündigungen anlässlich der WWDC18 wirken müde. Die ML-Fähigkeiten des Mac-OS und des iOS wurden verbessert, sie sollen jetzt auf der Ebene der Applikationen einfacher zu benutzen sein.

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