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Wolfswilderer kommt davon: Staatsanwaltschaft stellte Verfahren trotz starker Indizien ein

Ein Ex-Polizist schiesst auf ein Tier. Am nächsten Tag zeigt sich: Es war ein Wolf. Trotzdem kommt es nicht zum Prozess.

Wölfin M16: Trotz starker Indizien wurde ihr Wilderer nicht angeklagt.

Wölfin M16: Trotz starker Indizien wurde ihr Wilderer nicht angeklagt.

Foto: Kantonspolizei Wallis

Mitten in der Nacht weckte ein Schuss die Bewohner des Val d’Anniviers. Die Polizei machte den Urheber nach ein paar Wochen ausfindig: Schütze soll der inzwischen pensionierte Ex-Kollege F. A. gewesen sein. Dies zeigt die Einstellungsverfügung der Walliser Staatsanwaltschaft.In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar soll F. A. «aus einem Schlupfloch in seinem Chalet auf ein Tier geschossen» haben. Zuvor hatte er auf der Strasse davor Köder für die Fuchsjagd ausgelegt. Laut der Walliser Justiz hätte F. A. dazu seinen Unterstand ausserhalb des Dorfes nutzen sollen. Nur dafür hatte er eine Bewilligung zur Fuchsjagd.

Ebenfalls vorschriftswidrig unternahm er am folgenden Morgen keine Nachforschungen zu seinem nächtlichen Abschuss. Erst am Nachmittag fielen ihm Aasfresser auf, die über der Abschussstelle kreisten. Neugierig nahm er einen Augenschein und fand – einen toten Wolf. Genetische Analysen ergaben später, dass es sich um die Wölfin M16 handelte. F. A. manipulierte den Kadaver, der an der Schulter eine Schussverletzung aufwies. Dafür benutzte er Taschentücher, wie es in den Unterlagen der Staatsanwaltschaft heisst. Daraus geht auch hervor: Seinen Fund meldete der Ex-Polizist und Jäger nicht.

Ermittlungen führten zum Haus von A.

Erst Stunden später alarmierte eine Gruppe Kinder einen Wildhüter. Sie berichteten ihm auch von einem merkwürdigen Mann mit Hund, der sich neugierig zu ihnen gesellt habe. Die Beschreibung passte auf F. A., der nur unweit der Abschussstelle wohnt.

Nachdem DNA und Handy-Daten ausgewertet und forensische Berichte erstellt worden waren, durchsuchte die Polizei den mutmasslichen Tatort. 17 Waffen mit zugehöriger Munition wurden im Chalet von F. A. sichergestellt. Trotzdem reichten die gesammelten Indizien nicht für eine Anklage.

«Das Beweisbild war zu schwach für eine Schuldhypothese», hält Staatsanwalt Jean-Pierre Greter auf Anfrage fest. Insbesondere hätten ballistische Analysen keine verwertbaren Ergebnisse erbracht.

David Gerke von der Gruppe Wolf Schweiz ist enttäuscht, dass es trotz der nun bekannt gewordenen Ermittlungsergebnisse zu keiner Anklage kam. Die Gruppe hatte 10000 Franken für Hinweise ausgesetzt, die zur Verurteilung des Wolfswilderers führen. «Ich hätte zumindest erwartet, dass der Fall vor Gericht verhandelt wird», sagt Gerke. Stattdessen wurde die Einstellungsverfügung erlassen, ohne dies auch nur zu kommunizieren.

Dass das Verfahren gegen den Jäger eingestellt sei, bedeute nicht, dass der Fall ad acta gelegt wurde, sagt Staatsanwalt Greter: «Er kann jederzeit wieder aufgenommen werden.» Der Anwalt von F. A. hält auf Anfrage fest, dass seinem Mandanten auch nach einem langwierigen Verfahren keine Tat nachgewiesen werden konnte: «Er ist unschuldig.»

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