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Zug überfährt die Lions im Spitzenkampf – Bern feiert klaren Derby-Sieg gegen Biel

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Zug überfährt die Lions im Spitzenkampf – Bern feiert klaren Derby-Sieg gegen Biel

Machtdemonstrationen von Zug und Bern – der EVZ kantert die Lions im Spitzenspiel nieder, der SCB im Derby Biel. Der HC Davos kassiert derweil im vierten Saisonspiel seine dritte Niederlage.

EV Zug erneut gegen die ZSC Lions durch, diesmal gar 8:2. Die Zentralschweizer lösten die Zürcher nach dem sechsten Sieg im sieben Meisterschaftsspiel in dieser Saison als Leader ab.

Das Schussverhältnis sagt nichts über die Qualität der Abschlüsse aus. Ein bisschen Aussagekraft hat es aber schon. Nach 40 Minuten lautete dieses 28:17 (total 38:20) zu Gunsten der Lions, jedoch führte Zug 6:1. Dass die Zentralschweizer nach 19 Minuten 3:0 vorne lagen, hatte allerdings auch mit Glück zu tun. Sowohl beim 2:0 von Sven Leuenberger (6.) als auch beim 3:0 von Yannick-Lennart Albrecht profitierte der EVZ davon, dass der Puck von der Bande vors Tor prallte. Dem 1:0 von Ryan McLeod, das 35 Sekunden vor dem 2:0 fiel, ging ein kapitaler Fehler von ZSC-Verteidiger Johann Morant voraus, der die vergangenen sechs Saisons für den EVZ gespielt hat.

In der Folge setzten die Zuger zu einer Gala an. Schon einmal hatten sie die Lions mit sechs Toren Differenz bezwungen - beim 10:4-Auswärtssieg am 22. Januar 1994. McLeod traf in der 43. Minute auch noch zum 7:1 und zeichnete sich wie Dario Simion, der das 4:0 (24.) und 8:1 (51.) erzielte, als Doppel-Torschütze aus. Für den 21-jährigen McLeod, ein Kanadier, waren es die ersten beiden Meisterschaftstreffer im Dress des EVZ.

Derweil müssen sich die Lions einige Fragen stellen. In den beiden Partien gegen die Zuger kassierten sie gleich viele Gegentreffer wie in den ersten sieben Meisterschaftspartien zusammen.


2736 Zuschauer.
SR Stricker/Stolc (SVK), Stuber/Steenstra (CAN). -
Tore: 6. (5:12) McLeod 1:0. 6. (5:47) Leuenberger 2:0. 19. Albrecht (Schlumpf) 3:0. 24. Simion (Hofmann, Kovar) 4:0. 26. (25:14) Sigrist (Noreau) 4:1. 27. (26:39) Geisser 5:1. 31. Thürkauf (Bachofner, Stadler) 6:1. 43. McLeod (Stadler) 7:1. 51. Simion 8:1. 59. Pettersson (Denis Hollenstein, Andrighetto/bei 5 gegen 3) 8:2.
Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Hofmann) gegen Zug, 3mal 2 plus 10 Minuten (Roe) gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Hofmann; Denis Hollenstein.
Zug: Luca Hollenstein; Cadonau, Alatalo; Diaz, Geisser; Schlumpf, Stadler; Wüthrich; Simion, Kovar, Hofmann; Klingberg, Senteler, Martschini; Thürkauf, McLeod, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.
ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Morant; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Pedretti, Diem, Denis Hollenstein; Pettersson, Prassl, Sigrist; Simic, Schäppi, Wick.
Bemerkungen: Zug ohne Gross und Thorell (beide verletzt), ZSC Lions ohne Bodenmann, Capaul, Flüeler und Krüger (alle verletzt).

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Der Schlittschuhclub Bern liess im vorerst letzten Heimspiel mit (1000) Zuschauern nichts anbrennen. Die Berner markierten im zweiten Abschnitt vier Goals innerhalb von elf Minuten und legten damit die Basis zum souveränen 6:0-Heimsieg.

Nicht die typischen Skorer erzielten die Tore: Jeremi Gerber (zum 2:0) und Gregory Sciaroni (6:0) trafen zum ersten Mal diese Saison; Inti Pestoni (1:0), Mika Henauer (3:0) und Tristan Scherwey (4:0) erzielten jeweils ihr zweites Tor. Der Schwede Ted Brithén kam zu seinem dritten Goal innerhalb einer Woche, und der Kanadier Dustin Jeffrey stand bei vier der fünf Toren auf dem Eis.

Und Biel? Bei den Seeländern missriet Coach Lars Leuenberger die Rückkehr nach Genf gehörig. Die Bieler müssen ihr Defensivspiel überdenken: Seit dem 6:0-Startsieg über Lausanne kassierte der EHCB in jeder Partie mindestens vier Gegentore.

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999 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Müller, Fuchs/Obwegeser.
Tore: 23. Pestoni 1:0. 28. Jeremi Gerber (Jeffrey) 2:0. 31. Henauer (Pestoni) 3:0. 34. Scherwey (Jeffrey) 4:0. 41. (40:33) Brithén (Praplan, Simon Moser) 5:0. 52. Sciaroni (Bader, Thiry) 6:0.
Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Brithén; Janis Jérôme Moser.
Bern: Karhunen; Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Zryd; Burren; Scherwey, Jeffrey, Pestoni; Praplan, Brithén, Simon Moser; Sciaroni, Neuenschwander, Ruefenacht; Berger, Heim, Jeremi Gerber; Bader.
Biel: Paupe; Lindbohm, Forster; Kreis, Janis Jérôme Moser; Fey, Rathgeb; Sartori, Schläpfer; Hofer, Ullström, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Fuchs, Nussbaumer, Hügli; Kohler, Gustafsson, Tanner.
Bemerkungen: Bern ohne Blum (verletzt) und Haas (krank), Biel ohne Lüthi, Pouliot (beide verletzt) und Kessler (krank).

Die grössere Klasse der Lakers entschied auch die zweite Partie zwischen Rapperswil-Jona und den SCL Tigers. Nach dem 1:0 in Langnau am Dienstag setzten sich die Lakers am Lido mit 3:2 nach Verlängerung durch.

Roman Cervenka sicherte den Lakers die fünf Punkte von dieser Woche. Schon am Dienstag war ihm der einzige Treffer gelungen. Im Heimspiel steuerte Cervenka wieder ein Tor bei (das 2:2), die andern zwei Treffer der St. Galler bereitete er vor.

Bitter für Langnau: An der Seite von Cervenka blüht auch Kevin Clark auf, der bei den Tigers einst für zu leicht befunden worden ist. Clark entschied in der 63. Minute mit dem 3:2 für die Lakers die Partie, nachdem er schon am Dienstag Cervenkas einziges Goal vorbereitet hatte.

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2562 Zuschauer.
SR Urban (AUT)/Hendry, Kehrli/Duarte.
Tore: 7. Earl (Weibel, Maxwell) 0:1. 24. Egli (Cervenka, Profico) 1:1. 27. Blaser 1:2. 36. Cervenka (Jelovac, Profico) 2:2. 63. Clark (Cervenka) 3:2.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Cervenka; Maxwell.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Randegger; Jelovac, Profico; Maier, Sataric; Vukovic, Dufner; Clark, Sobotka, Cervenka; Wick, Rowe, Dünner; Lehmann, Wetter, Eggenberger; Schweri, Ness, Lhotak.
SCL Tigers: Punnenovs; Blaser, Leeger; Glauser, Brannström; Schilt, Erni; Guggenheim, Grossniklaus; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Earl, Maxwell, Weibel; Berger, Diem, Neukom; Andersons, Melnalksnis, Kuonen.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Loosli, Moses und Payr (alle verletzt), SCL Tigers ohne Salzgeber (verletzt).

Mit einer spektakulären Partie meldete sich Lugano aus der Quarantäne zurück. Die Tessiner führten 2:0 und 3:2 und besiegten den HC Davos

Die beiden Teams lieferten sich ein Offensivspektakel mit 83 Torschüssen (44:39 für Lugano). Dramatisch wurde es im Finish: Der Schwede Magnus Nygren (Minus-2-Bilanz) realisierte für die Davoser 2,1 Sekunden vor Schluss den 3:3-Ausgleich. Nygren und Thornton mit jeweils einem Tor und einem Assist retteten Davos den einen (glückhaften) Punkt. In der Overtime sicherte Mark Arcobello mit seinem zweiten Saisontor Lugano den Sieg.

Den Luganesi waren die zehn Tage Quarantäne nicht anzumerken. Anders als beispielsweise Fribourg-Gottéron hatte Lugano während der von den Behörden verordneten Auszeit aber auf dem Eis trainieren können. Erstaunlich: Davos bestritt bislang noch weniger Spiele als die Quarantäne-Klubs - nämlich erst vier, drei davon gingen verloren. (sda)

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3082 Zuschauer.
SR Lemelin/Mollard, Wolf/Betschart.
Tore: 17. Bürgler (Kurashev/Powerplaytor) 1:0. 27. Fazzini (Arcobello) 2:0. 37. Knak 2:1. 45. Thornton (Nygren/Powerplaytor) 2:2. 48. Suri (Bürgler) 3:2. 60. (59:58) Nygren (Thornton) 3:3 (ohne Torhüter). 64. Arcobello 4:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Corvi.
Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Antonietti, Ugazzi; Fazzini, Arcobello, Carr; Bodker, Kurashev, Suri; Bürgler, Herburger, Lammer; Walker, Morini, Romanenghi.
Davos: Mayer; Nygren, Heinen; Kienzle, Barandun; Buchli, Jung; Meyer; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Palushaj, Thornton, Hischier; Baumgartner, Lindgren, Turunen; Frehner, Egli, Knak.
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen, Sannitz, Wellinger (alle verletzt), Bertaggia, Traber und Zurkirchen (alle krank), Davos ohne Du Bois, Guerra, Herzog, Paschoud, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt). Davos ab 59:24 ohne Torhüter.

Der Lausanne Hockey Club gewann mit 3:2 gegen Ambri-Piotta vor 4341 Zuschauern auch sein drittes Heimspiel. Schon am Dienstag hatte Lausanne gegen die Leventiner 3:2 gewonnen, damals auswärts und erst nach Verlängerung. Am Dienstag gelangen Denis Malgin zwei und Christoph Bertschy ein Tor. Drei Tage später machten sie es umgekehrt: Malgin brachte Lausanne nach 32 Minuten in Führung, Bertschy stellte danach mit zwei Treffern den Sieg sicher.

Die Lausanner verbesserten sich dank des Erfolges in der Tabelle auf den 2. Platz. Wie der EV Zug holte Lausanne in den ersten drei Wochen 17 Zähler; die Waadtländer benötigten dazu indes ein Spiel mehr.

Bei Lausanne hütete diesmal wieder Tobias Stephan (30 Paraden) das Tor. In den letzten 134 Minuten liess Stephan bloss noch zwei Gegentore zu. Mit ihm vor dem Kasten feierte Lausanne auch den bislang wertvollsten Sieg: das 3:0 vor einer Woche in Zug.

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4341 Zuschauer.
SR Borga/Kristijan Nikolic, Huguet/Wermeille.
Tore: 32. Malgin (Gibbons, Conacher) 1:0. 36. Bertschy (Heldner, Frick) 2:0. 39. Ngoy (Dal Pian) 2:1. 52. Bertschy (Jooris) 3:1. 57. Nättinen (D'Agostini, Flynn/bei 5 gegen 3) 3:2.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Kenins; Zwerger.
Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Bertschy, Jooris, Kenins; Conacher, Malgin, Gibbons; Emmerton, Maillard, Almond; Leone, Jäger, Douay.
Ambri-Piotta: Conz; Fora, Ngoy; Hächler, Fischer; Fohrler, Pezzullo; Zaccheo Dotti, Schwab; D'Agostini, Flynn, Horansky; Nättinen, Müller, Zwerger; Trisconi, Kostner, Rohrbach; Grassi, Dal Pian, Kneubuehler.
Bemerkungen: Lausanne ohne Hudon (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Bianchi, Isacco Dotti, Novotny (alle verletzt), Goi und Incir (beide krank). Ambri-Piotta ab 59:20 ohne Torhüter. (dab/sda)

Die Tabelle

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

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Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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