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Klimaschützer besetzen Zürcher Gymnasium

Rund 80 Klimaschützerinnen und Klimaschützer der Gruppierung "End Fossil: Occupy" haben am Dienstag sechs Schulzimmer der Zürcher Kantonsschule Enge besetzt. Der Unterricht findet trotzdem statt.

Jene Schülerinnen und Schüler, die an den Diskussionsrunden in den besetzten Schulzimmern teilnehmen, müssen mit einem Absenzeneintrag rechnen, wie Rektor Moritz Spillmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Das Ausmass der Schulbesetzung bezeichnete er am Vormittag als "überschaubar". Ein Augenschein vor Ort bestätigte diesen Eindruck. Die meisten Schulzimmer des Gymnasiums sind von der Klimaschützer-Aktion nicht betroffen, dort wird wie gewohnt unterrichtet. Die Stadtpolizei weiss von der Besetzung, liess die Klimaschützer bisher aber gewähren.

In den sechs Räumen finden den ganzen Tag Diskussionsrunden statt, wobei Klima nur noch eines von vielen Themen ist. Diskutiert wird auch über Themen wie Gender, das Bildungssystem und der Leistungsdruck. Um 22 Uhr steht sogar ein Strick- und Häkelworkshop auf dem Programm.

Bildungsdirektorin ist eingeladen

Ob die Besetzer über Nacht in der Schule bleiben, ist noch offen. Gemäss Spillmann ist das noch nicht geklärt. Für Mittwoch um 10 Uhr laden die Klimaschützer die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) ein. Ob sie erscheinen wird, ist jedoch offen.

Bereits vergangene Woche hatten Klimaschützer in Basel ein Gymnasium besetzt. Auch dort forderten die Klimaschützer ein "ökologisches und soziales Bildungssystem", bei dem "Klima" zum Schulfach werden soll.