Austria

29 Coronavirus-Fälle in Schlachtbetrieb in Niederösterreich

In dem Betrieb im Bezirk Horn wurden 244 Personen abgesondert. Zudem gibt es in einer Freikirche in Wiener Neustadt mindestens neun Fälle; 270 Kontaktpersonen wurden ausgeforscht und in Quarantäne gebeten.

In einem Schlachtbetrieb in Gauderndorf bei Eggenburg (Bezirk Horn) in Niederösterreich ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen auf 29 gestiegen. Wie Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Mittwoch mitteilte, seien 244 Mitarbeiter des Unternehmens abgesondert worden. Dies sei "quasi eine Schließung", eine behördliche Schließung des Unternehmens liege jedoch nicht vor.

40 Testungen waren am Mittwochnachmittag noch ausständig. Die positiven Ergebnisse seien im Rahmen von Screening-Untersuchungen aufgetaucht, erklärte die Landesrätin. Ein solches Screening sei etwa auch bei Beschäftigten eines Schlachthofes in Melk durchgeführt worden. Dort habe es keinen positiven Fall gegeben.

Wiener Neustadt: Cluster „gut eingefangen“ 

Ein weiteres neues Cluster hat sich ebenfalls in Niederösterreich gebildet - wieder geht es um eine Freikirche. Bis Mittwochmorgen gab es bei der Wiener Neustädter "Pfingstkirche Gemeinde Gottes" neun bestätigte Fälle. Die Testungen von 270 Kontaktpersonen waren am Vormittag weiter im Gange. Sie befinden sich in Quarantäne.

Das Land Niederösterreich stehe diesbezüglich in engem Austausch mit den Bezirksverwaltungsbehörden, so Königsberger-Ludwig. Sofort nach Bekanntwerden des ersten Falles sei getestet worden, anschließend seien das Contact-Tracing sowie die Absonderung von 270 Personen erfolgt. Die Betroffenen hätten nun den Auftrag, "Selbstbeobachtungen durchzuführen". "Ohne Zweifel" rechnete die Gesundheitslandesrätin "noch mit dem ein oder anderen Positiven unter den 270". Gezählt wurden bis Mittwochmittag neun Infizierte. Der Cluster sei jedenfalls "im Moment gut eingefangen, weil die Menschen in Quarantäne gesetzt sind", befand Königsberger-Ludwig. "Wir glauben, dass sich das Virus durch diese Maßnahmen nicht so weit verbreitet wie zuletzt in Oberösterreich."

Pfingstkirche schließt Häuser bis Ende Juli

Nach dem Bekanntwerden der Covid-19-Fälle hat die Wiener Neustädter Pfingstkirche alle Kirchen in Österreich geschlossen. Befristet sei dieser Schritt vorerst bis Monatsende, sagte Ion Paduretu, der Sprecher der Dachorganisation der Pfingstkirchen in Österreich. Aktuell werden die Gottesdienste online übertragen. "Wir haben am Samstagvormittag von dem Fall in Wiener Neustadt erfahren und sofort die Entscheidung getroffen", kommentierte der Sprecher die Kirchenschließungen.

Wie auch der ORF Niederösterreich berichtete, zählt die betroffene Freikirche in Wiener Neustadt hierzulande zu den größten Häusern der "Pfingstkirche Gemeinde Gottes". Paduretu zufolge gibt es 650 erwachsene Mitglieder, zählt man Kinder und Jugendliche mit, gehören etwa 1300 Menschen der Gemeinschaft an. In ganz Österreich gibt es dem Sprecher zufolge 37 Gemeinden, die bundesweite Gesamtmitgliederzahl bezifferte Paduretu mit 16.200.

Erst vor wenigen Wochen hat sich über eine Freikirche in Linz ein Coronavirus-Cluster mit über 100 Infizierten gebildet. Letztendlich führte dies zu einer Wiedereinführung der Maskenpflicht.

Kaiser noch in Quarantäne

In Kärnten muss der Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) noch bis Freitag Mitternacht in Heimquarantäne bleiben, in der er sich seit vergangenen Freitag befindet. Er hatte am 8. Juli bei einer Dekretverleihung Kontakt zu einer Frau gehabt, die später positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Kaiser betonte angesichts vermehrter Nachfragen und vor allem in sozialen Medien aufgetauchter Spekulationen und Vorwürfe, die Anzahl der Tests sei vom Magistrat Klagenfurt vorgeschrieben worden, ebenso die Dauer der Heimquarantäne. Er halte sich selbstverständlich daran, was im Bescheid vorgeschrieben werde. Das Arbeiten von zuhause habe sehr gut funktioniert, daher habe er auch von der ihm von der Gesundheitsbehörde eingeräumten Möglichkeit einer sogenannten Arbeitsquarantäne für Schlüsselpersonen, also das Verlassen des Hauses zu Arbeitszwecken unter besonders strengen Hygieneauflagen und mit Schutzmaske, abgesehen.

(APA/Red.)

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