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Austria

"Die wohl schwärzesten Stunden der Vereinsgeschichte"

Nach dem Großbrand am Samstag in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) waren am Sonntag die Brandermittler am Zug. Beamte des Landeskriminalamtes sowie ein Sachverständiger der Brandverhütungsstelle begutachteten den Brandort im Ortsteil Kaltenbach. 

Im Raucherbereich ausgebrochen

Wie sich herausstellte, dürfte das Feuer im Raucherbereich auf der Terrasse vor dem Tennis-Restaurant ausgebrochen sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Mistkübel aus Kunststoff in Brand geraten ist.

Von dort aus gelangten die Flammen in die Deckenkonstruktion über dem Gastronomiebereich und breiteten sich, begünstigt durch den starken Südwind, bis auf das Dach der Tennishalle aus. Weitere Erhebungen seien noch notwendig, hieß es am Sonntagnachmittag von der Polizei.

Dank für "unermüdlichen Einsatz"

Der Schaden beträgt laut Polizei mehrere hunderttausend Euro. "Heute hat der TC Bad Ischl die wohl schwärzeste Stunden der Vereinsgeschichte erlebt", hieß es von der Verantwortlichen vom Tennis-Club in einer ersten Reaktion auf Facebook.

Sie bedankten sich bei den Einsatzkräften "für ihren unermüdlichen Einsatz, der sicherlich Schlimmeres verhindert" habe und für "die zahlreichen trostspendenden Anrufe und Textnachrichten". Zudem seien dutzende Tennisfreunde vor Ort gewesen, um sich gegenseitig Mut zuzusprechen.

234 Einsatzkräfte vor Ort

Mehr als 200 Feuerwehrleute hatten am Samstag stundenlang gegen die Flammen gekämpft, die Halle wurde dennoch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Betrieb ist bis auf weiteres eingestellt. Ein Tennistrainer, welcher sich in der Halle mit Kindern beim Training befand, hatte den Brand am Samstag kurz vor Mittag bemerkt. Ein Blick zurück: 

Samstag, 11.41 Uhr: Über Bad Ischl steigt eine mächtige Rauchwolke in die Luft. Jene, die in der Tennishalle im Ortsteil Kaltenbach ihrem Hobby nachgehen, flüchten sich ins Freie. Eine Frau muss mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Videoaufnahmen zeigen die Rauchwolke über Bad Ischl:

Glatteis durch Löschwasser

Wenige Minuten später sind alle zehn Feuerwehren Bad Ischls in der Engleitenstraße. Weil die Tennishalle mittlerweile in Vollbrand steht, werden vier weitere Feuerwehren aus Bad Goisern, Laakirchen, Steyrermühl und Wels hinzugezogen. Insgesamt 234 Feuerwehrleute kämpfen gegen den Großbrand. Durch das viele Wasser entsteht rund um den Einsatzort Glatteis - die Gemeinde schickt Fahrzeuge mit Splitt und Streusalz.

"Die Halle ist vollkommen zerstört. Der Einsatz ist besonders schwierig, weil sich die Glutnester in der Dachinnenhaut befinden", sagt Christian Wacek, Brandmeister der Feuerwache Rettenbach. Die Feuerwehrleute müssen, von einem Kran gesichert, das Blechdach abtragen.

Video: Löschangriff der Einsatzkräfte

Während des Einsatzes bei der Tennishalle, wird die Feuerwehr Bad Ischl erneut alarmiert: eineinhalb Kilometer von der Halle entfernt steht ein Auto in Flammen. "Es war schwierig. Wir haben geschaut, wer noch verfügbar ist, haben eine Truppe aus 15 Leuten zusammengewürfelt und dort hingeschickt", sagt Wacek. Der Brand im Motorraum des PKWs konnte von einem Atemschutztrupp mittels eines Hochdruckstrahlrohres schnell gelöscht werden. "Für die Feuerwehren in Bad Ischl ist  dieser Samstag eine Herausforderung", sagt Wacek. 

Grafik: Der Brandort im Ischler Ortsteil Kaltenbach

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