Die Regierung habe Österreich kaputtgespart, behauptet Oliver Picek vom gewerkschaftsnahen Momentum-Institut im Gastkommentar (DER STANDARD, 15. 10.). "Mehr privat, weniger Staat", dieses "wirtschaftsliberale Dogma" hätte Österreich an den Abgrund getrieben. Das Sparen im System wäre in den vergangenen Jahren viel zu weit getrieben worden, die Verwaltung sei deshalb handlungsunfähig. Ja, sogar ein zweiter Lockdown sei wahrscheinlicher, so Picek. Denn an die Eigenverantwortung der Bürger zu appellieren, hält er für "keine besonders erfolgversprechende Strategie". Und zwar nicht nur bei Corona, sondern in allen Lebensbereichen. Sein Dogma: mehr Geld für mehr Staat.