"Entweder wir lösen eine Euphorie aus, oder der österreichische Handball spielt auf lange Sicht überhaupt keine Rolle mehr in der Öffentlichkeit." Das sagte Viktor Szilagyi vor zehn Jahren, vor der ersten Heim-EM 2010. Es wurde dann bekanntlich eine Euphorie, Handball verschwand nicht aus der Wahrnehmung, die Fortsetzung folgt mit der Heim-EM 2020. Szilagyi ist Österreichs Jahrhunderthandballer, absolvierte 203 Länderspiele, ist mit 907 Toren zweitbester Werfer hinter Andreas Dittert (1089). "Die Leistungen sind trotz der 23:27-Niederlage gegen Kroatien beeindruckend. Die Fitness der Spieler, die taktischen Varianten in der Abwehr, das hat in Fachkreisen für Aufsehen gesorgt", sagt Szilagyi zum STANDARD.