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Austria

Infineon Austria stellt ein Viertel der Konzernforscher

Gestern – zwei Wochen nach der Konzernmutter – hat die Österreich-Tochter ihre Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres (per Ende September) präsentiert. Dabei hat die Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka die Forschungsaktivitäten herausgestrichen: Allein im Vorjahr ist die Zahl der Forscher um 164 gewachsen – auf knapp 2000 Mitarbeiter. Damit stellen die fünf Österreich-Standorte mehr als ein Viertel der konzernweiten Forschungsmannschaft.

Besonders aussagekräftig wird diese Zahl, wenn man die Gesamtbelegschaft vergleicht: Mit 4600 Beschäftigten stellt Österreich gut ein Zehntel der Gesamtbelegschaft von mehr als 41.000.

Das Forschungsbudget von Infineon Austria liegt bei 525 Millionen Euro – ein Plus von fünf Prozent. Gemessen am Österreich-Umsatz ist das ein Anteil von 17 Prozent.

Bei Umsatz und Ertrag seien die Zahlen nicht vergleichbar, heißt es aus der Pressestelle von Infineon: So erreichte Infineon Österreich einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro (plus fünf Prozent). Der Gesamtkonzern veröffentlichte einen Umsatz von gut acht Milliarden (plus sechs Prozent). Daraus einen Anteil von mehr als einem Drittel abzuleiten, führe nicht zur richtigen Darstellung, weil Österreich sowohl für den Konzern als auch direkt für Kunden arbeite.

Das Ergebnis vor Steuern hat das Halbleiter-Unternehmen in Österreich leicht gesteigert: Dieses lag bei mehr als 300 Millionen Euro oder annähernd zehn Prozent des Umsatzes.

Herlitschka sagt, dass trotz der guten Zahlen die Herausforderungen groß seien. Das vergangene Jahr sei eine Achterbahnfahrt gewesen. Von großer Nachfrage ging es in eine Phase mit stark sinkendem Interesse und eingetrübter Weltwirtschaft. "Eine Erholung erwarten wir nicht vor der zweiten Hälfte 2020", wird Herlitschka in einer Aussendung zitiert.

Linz: Ausbau auf 400 Stellen

Die Groß-Investition am Standort Villach – veranschlagt sind 1,6 Milliarden Euro – wird mit weniger Zeitdruck erfolgen. Die Inbetriebnahme ist nun nicht mehr Anfang 2021, sondern gegen Jahresende 2021 geplant. Dieses Projekt ist auch größter Treiber für das Investitionsbudget, das im Vorjahr bei mehr als 300 Millionen Euro lag.

In Linz, wo Infineon seit 2000 an Dice beteiligt und seit Oktober Alleineigentümer ist, ist der Fahrplan unverändert: Die neuen Räume werden im Frühling bezogen. Diese bieten Platz für bis zu 400 Mitarbeiter. Derzeit sind 180 Mitarbeiter beschäftigt. Entwickelt werden Hochfrequenz-Radarchips für die Automobilindustrie, die dann bei Infineon gefertigt werden. (sib)

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