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Austria

Missbrauchsvorwurf gegen Olympiasieger: Das sagen die Zeugen

Dem ehemaligen Sportidol Peter Seisenbacher wird sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Er bestreitet das. Wir berichten live vom Prozess.

von Michaela Reibenwein, Birgit Seiser

Peter Seisenbacher kennt den Weg in den Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts bereits. Auch heute werden ihn die Justizwachebeamten wieder in den Saal begleiten. Auch diesmal unter regem Interesse der Öffentlichkeit.

Heute könnte Richter Christoph Bauer ein Urteil in der Causa sprechen. Doch zuvor werden unter anderem noch zwei Frauen aussagen. Darunter eine, die angab, dass Seisenbacher sie als Jugendliche bei einem Trainingslager bedrängt haben soll. Sie konnte die Übergriffe aber abwehren. Und dann wird auch noch eine weitere Frau zu Wort kommen. Mit ihr unterhielt Seisenbacher eine Beziehung. "Freiwillig", wie die Zeugin schon im Vorfeld betont hatte. Doch auch sie war damals erst 16 Jahre alt. Seisenbacher war damals um die 40.

Der zweifache Olympia-Sieger hatte sich am ersten Prozesstag "nicht schuldig" bekannt.

Der Seisenbacher-Prozess

  • vor 1 min

    "Kein Mensch hätte mir geglaubt!

    Die Schilderungen des Zuegen gehen weiter. Er sei einmal in der Nacht aufgewacht und habe eines der Opfer gesehen, das nur mit einem T-Shirt bekleidet war und keine Hose trug. "Und ich sah seinen (Seisenbachers, Anm.) Kopf. Für mich wars absurd. Der Peter liegt auf der L. drauf. Kein Mensch hätte mit das geglaubt."

  • vor 21 min

    "Habe mich unwohl gefühlt"

    Der nächste Zeuge ist ein junger Mann. Als er neun Jahre alt war, hat Seisenbacher ihn trainiert. Er sagt aus, dass er damals etwas ungewöhnliches wahrgenommen hätte.

    "Es gab komische Situationen, wo ich mich unwohl gefühlt habe. Im Schlafsack hat es Bewegungen gegeben, die komisch für mich waren. Ich habe das als kleines Kind aber nicht einordnen können", sagt der Mann. Zugetragen haben soll sich die "komische" Situation im Rahmen eines Trainigslagers in Wien.

    Richter: "Was hat das mit dem Schlafsack zu tun?"

    Zeuge: "Ich wusste, da passiert irgendwas mit einer anderen Person. Ich habe aber nur Seisenbacher im Schlafsack wahrgenommen." Am nächsten Tag habe der Mann das mutmaßliche Opfer gesehen und es sei ihm aufgefallen, dass die Frau sehr schlecht aussah. Eine zweite, ähnliche Situation soll sich in Güssing abgespielt haben. "Ich erzählte es am nächsten Tag einem Freund. Peter hörte das und sagte, dass ich träume. Es waren komische Bewegungen im Schlafsack. Ich dachte, das war ein Spiel."

  • vor 28 min

    Die erste Zeugin wird aufgerufen

    Die Frau im Zeugenstand hatte eine Beziehung zu Peter Seisenbacher. "Mir ist gar nichts aufgefallen. Wenn ich nur ansatzweise ein komisches Gefühl gehabt hätte, dann hätte ich sicher keine Beziehung mit ihm geführt. Ich hatte damals ja auch eine kleine Tochter."

  • vor 39 min

    Erklärungsversuche

    Peter Seisenbacher erzählt, er habe einem der vermeintlichen Opfer eine Trainingsstelle in Japan besorgt. Weil dort aber etwas vorgefallen sei - was genau benannte er nicht - habe die Frau die Uni verlassen müssen. Es habe dann ein Treffen der beiden in Japan gegeben, um eine Lösung zu finden. Seisenbacher konnte allerdings nicht helfen.

    Der Richter fragt: "Weil Sie ihr damals in Japan nicht geholfen haben, zeigt Sie sie an wegen sexuellen Missbrauchs?"

    Seienbacher kontert: "Sie haben Ihnen Märchen erzählt."

  • vor 48 min

    Seisenbacher spricht

    Der ehemalige Spitzensportler betritt den Saal. Anders als beim letzten Gerichtstermin applaudieren ihm seine Unterstützer diesmal nicht. Auf die Aussagen der zwei mutmaßlichen Opfer angesprochen, sagt Seisenbacher: "Sie sagen die Unwahrheit."

  • vor 58 min

    Der Gerichtssaal ist voll

    Um 9.30 startet der Prozess gegen den ehemaligen Olympiasieger. Im Gerichtssaal haben sich viele Unterstützer des Ex-Judoka versammelt. Auch das Interesse der Medien ist groß. Sieben Justizwachebeamte bewachen Seisenbacher. Er soll am Montag als Erster zu Wort kommen, danach ist die Befragung "sensibler Zeugen" geplant.

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