Austria

Vettel spricht Klartext und geht auf Konfrontation mit Ferrari

© APA/AFP/POOL/MARK SUTTON

Der bei Ferrari am Saisonende ausgemusterte Deutsche widerspricht der Team-Kommunikation und überrascht mit einer Ansage.

Sebastian Vettel hat vor dem Auftakt der Formel-1-WM in Österreich seinem Ärger über die Art der Ausmusterung bei Ferrari Luft gemacht. Die Entscheidung, den am Jahresende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, sei für ihn „überraschend gekommen“, sagte der Deutsche am Donnerstag in Spielberg. „Wir hatten nie eine Diskussion. Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch.“

Bei der Verkündung der Entscheidung im Mai hatten Ferrari und Vettel noch eine gemeinsame Entscheidung kommuniziert. „Das Team und ich haben gemerkt, dass es nicht mehr den gemeinsamen Wunsch gab, über das Ende dieser Saison zusammenzubleiben“, wurde Vettel damals in einer Mitteilung des italienischen Rennstalls zitiert. Einen Tag vor seinem 33. Geburtstag widersprach dem Vettel nun in Spielberg. Es habe gar keine „Knackpunkte“ hinsichtlich der Verhandlungen gegeben, weil gar nicht verhandelt worden sei.

Ferrari hatte damals zu einem erstaunlich frühen Zeitpunkt das Kapitel Vettel abgeschlossen. Künftig setzt die Scuderia ganz auf Jungstar Charles Leclerc (22), an dessen Seite ab 2021 der Spanier Carlos Sainz junior (25) fahren wird. Die Vettel-Entscheidung löste vielfach Verwunderung aus, weil eigentlich kaum vorstellbar ist, dass Vettel in seiner letzten Saison wirklich den Teamplayer gibt. Schon im Vorjahr waren Vettel und Leclerc mehrmals aneinandergeraten.

Seit längerem wird über ein künftiges Engagement Vettels bei Mercedes gesprochen. Dort laufen die Verträge von Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas am Jahresende ebenfalls aus. Auch Vettels ehemaliger Förderer Helmut Marko hielte den Deutschen bei Mercedes für ein spannendes Thema.

Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff hatte dem vierfachen Weltmeister mit Red Bull aber lediglich eine Außenseiterchance auf ein Cockpit eingeräumt. Eine Entscheidung über seine Zukunft hat Vettel natürlich noch nicht getroffen, aufgegeben aber auch noch nicht. „Wenn das richtige Angebot kommt, dann will ich weitermachen, weil ich das Gefühl habe, dass ich noch mehr leisten kann“, gab er sich kämpferisch.

Wenn du bereit bist, die Tür zu schließen, dann solltest du wirklich bereit sein, sie zu schließen und nicht darauf hoffen, dass sie sich wieder öffnet“

Sebastian Vettel | hält wenig von einer einjährigen Auszeit

Eine einjährige Auszeit - und das ist neu - kommt für Vettel offenbar eher nicht infrage. „Wenn du bereit bist, die Tür zu schließen, dann solltest du wirklich bereit sein, sie zu schließen und nicht darauf hoffen, dass sie sich wieder öffnet“, betonte er. Er wolle aber sicherstellen, dass es dann auch die richtige Entscheidung für ihn und seine Zukunft sei. Er wisse, was für ihn passe, weil er ein konkurrenzfähiger Typ sei. „Ich brauche das richtige Paket und die richtigen Leute um mich herum.“

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