Austria

Was am Wörthersee für Radfahrer naheliegt

Der größte See Kärntens lässt sich auf zweierlei Art umrunden; die sportlichere Version führt zwischendurch auf den Pyramidenkogel.

Macht intensive körperliche Anstrengung die Erholung im Urlaub komplett zunichte, oder macht sie diese erst komplett? Darüber kann man, wenn von hobbysportlicher Anstrengung die Rede ist, lange diskutieren. Muss man aber nicht. Am Wörthersee zum Beispiel sucht man sich statt dessen die Aktivität aus, die gerade passt. Dazu zwei Tipps, von denen einer nahe, der andere noch näher liegt.

Grafik: Gregor Käfer

Und zwar im buchstäblichen Sinn. Es sind zwei Umrundungen des Sees mit dem Fahrrad, ideal für kühlere und doch trockene Tage. Wir starten beide Male in Velden, also am westlichen Ende des Sees. Für Variante eins eignet sich jedes beliebige Fahrrad, auch ein zum Ackergaul tendierendes, wie manche Hotels es bereitstellen. Im Uhrzeigersinn geht es das Nordufer entlang nach Klagenfurt. Die Route ist gut ausgeschildert (außer bei einem kleinen, durch eine Sperre bedingten Umweg im Metnitzstrand-Park) und führt stellenweise wenige Meter ans Wasser heran. Am Südufer hat der Radweg große Lücken; wo es ihn gibt, verläuft er auf der seenäheren Seite (deshalb bewährt sich der Uhrzeigersinn). Nach knapp 40 entspannten Kilometern ohne viel Bergauf und Bergab sind wir wieder in Velden.

Knackiger Anstieg in Velden

Variante zwei (52km) hingegen überrascht – gegen die Drehrichtung der Uhr gefahren – noch in Velden mit einem knackigen Anstieg. Entgegen ihrem Namen ist die Rosentaler Straße ziemlich bergig. Sie führt weg vom See und doch nach Schiefling am See und dann am Hafner und am Keutschacher See vorbei. Erst in Reifnitz – noch immer südlich des Wörthersees – wird sie sich mit der ufernahen Strecke von Variante eins vereinen.

Davor lockt allerdings noch eine Bergwertung, die es in sich hat (und nur mit einem sportlicheren Gefährt oder mit Elektrohilfe zu schaffen ist): der Pyramidenkogel. Es sind knapp mehr als vier Kilometer mit etwas weniger als 400 Höhenmetern, am oberen Ende richtig steil. Will man oben auch etwas vom Aussichtsturm haben, darf man ruhig den Lift benützen. Zur Erholung.

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