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Sturm „Barry“ trifft Südküste der USA

Sturm „Barry“ trifft Südküste der USA
Die Menschen in den betroffenen Gebieten nehmen es bislang gelassen ...
Die Menschen in den betroffenen Gebieten nehmen es bislang gelassen ...

AFP

2005 verwüstete der Hurrikan „Katrina“ New Orleans. Nun trifft ein neues Unwetter die Südküste der USA - zwar kein Hurrikan, sondern „nur“ ein Tropensturm.

(dpa) - Der Tropensturm „Barry“ hat die Südküste der USA heimgesucht. Im Bundesstaat Louisiana traf der Sturm am Samstagnachmittag (Ortszeit) nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans auf die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Nachdem „Barry“ auf dem Weg an Land kurzzeitig die Stärke eines Hurrikans der untersten Kategorie eins angenommen hatte, schwächte er sich danach wieder zu einem Tropensturm ab. Experten warnten jedoch, die Auswirkungen des Sturms könnten sich erst mit Verzögerung bemerkbar machen.

Tropensturm steuert auf Südküste der USA zu

Für den Bundesstaat Louisiana wurde bereits der Notstand ausgerufen.

Meteorologen erwarten große Regenmengen und Überschwemmungen. Am späten Samstagnachmittag wurde wegen der Sturmfluten an der Küste die Evakuierung kleinerer Siedlungen entlang der Küste in der Gemeinde Lafourche angeordnet, während nach örtlichen Medienberichten der Highway 24 geschlossen wurde.

Fachleute mahnten, das Gefährliche an „Barry“ sei nicht die Windstärke, sondern es seien die Wassermassen, die der Sturm an Land trage. Der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, der Sturm habe sich sehr langsam über das Meer bewegt und auf seinem Weg viel Wasser angesammelt. Er warnte, der Sturm dürfte heftige Niederschläge bringen und könnte zahlreiche Flüsse über die Ufer treten lassen.

Zehntausende ohne Strom

Der Sturm sorgte bereits für Stromausfälle: Mehrere Zehntausend Menschen waren am Samstag nach Behördenangaben ohne Elektrizität - die meisten davon in Louisiana. Der Fernsehsender CNN berichtete, in der Stadt Morgan City in Louisiana sei der Strom komplett ausgefallen. Aber auch in den benachbarten Bundesstaaten Texas, Mississippi und Alabama kam es nach offiziellen Angaben zu einzelnen Stromausfällen.

Besonderes Augenmerk lag auf New Orleans. Die Südstaatenmetropole war 2005 vom Hurrikan „Katrina“ schwer zerstört worden und hatte Hunderte Tote zu beklagen. Nach andauerndem Regen war es in Teilen der Stadt bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen gekommen.

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