Luxembourg

Wie Luxemburg die Mondlandung erlebte

Foto: AFP

Auch im Großherzogtum fieberte man vor 50 Jahren auf das Ereignis hin, das rund 500 bis 600 Millionen Menschen vor den Fernsehbildschirmen verfolgten. Einige Zeitzeugen erinnern sich.

(way/mij) - "Ich war damals mit den Pfadfinderinnen in der Ferienkolonie in Mecher. Wir haben uns nachts auf den Weg gemacht und sind zu Fuß bis nach Liefringen gelaufen, in das dortige Café. Das war der einzige Ort weit und breit, an dem es einen Fernseher gab." Lydie Polfer erinnert sich noch genau an die Nacht, in der Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg wollte – wie viele andere Luxemburger – diesem Ereignis beiwohnen, über das die ganze Welt sprach. 

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 Krista Richer Delavau aus Bartringen erlebte den bewegenden Moment in ihrer alten Heimat – bei Tageslicht. "Wir saßen mit meinen Eltern im Auto und sind in die Ferien gefahren. Im Autoradio haben wir die Übertragung des Geschehens verfolgt", so die gebürtige Australierin. "Ich bin heute noch ganz aufgeregt, wenn ich daran zurück denke."

Marco Schank, Bürgermeister der Gemeinde Esch/Sauer, kann sich an diesen Tag – damals war er 14 Jahre alt – nicht mehr erinnern. Dagegen aber durchaus an den Hype, den das Ereignis auslöste. "Ich habe mit viel Begeisterung und Akribie ein Modell der Mondrakete Saturn V nachgebaut, bei der jedes Detail genau passen musste. Es stand auch später noch lange Zeit auf meinem Schreibtisch."

Nächtliches Treiben beim "Luxemburger Wort"

Natürlich verfolgten auch die Medien im Land die Geschehnisse in Houston und auf der Mondoberfläche minutiös. So schrieb das „Luxemburger Wort“ in der Ausgabe von Montag, dem 21. Juli 1969: „Mondlandung geglückt – Um 03.56'20'' heute früh setzte Neil Armstrong seinen Fuß auf den Mond“.

Auch in den Tagen danach berichtete die Tageszeitung auf der ersten Seite ausgiebig über die Rückkehr der Astronauten zur Erde. Abenteuerlich klingt beinahe die Beschaffung des Fotos, das noch am Tag der Mondlandung die Titelseite zierte.

Die Zeitung wurde erst am gleichen Morgen gedruckt – und das Foto erst wenige Stunden vorher aufgenommen, wie Lé Sibenaler, ehemaliger Cheffotograf des Hauses, berichtet. Und zwar als eine Aufnahme des Fernsehbildschirms. "Das einzige Fernsehgerät, das es im Haus gab, stand beim damaligen Direktor, Mgr. Alphonse Turpel", so Sibenaler.

In dessen Privaträumen habe er dann sein Equipment aufgebaut und abgewartet, da sich die Landung immer wieder verzögerte. Punktlich zur Landung und zum Ausstieg der Astronauten weckte er auch wieder Mgr. Turpel, der überglücklich war, diesen Moment live miterleben zu können.

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